Verband der Geschichtslehrer Deutschlands e.V.

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  • Neuer Wettbewerb der BStA: “Jungsein”Neuer Wettbewerb der BStA: “Jungsein”

    Neuer Wettbewerb der BStA: “Jungsein”

    Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Beauftragte der Bundesregierung für die neuen Bundesländer möchten weiterhin zur Auseinandersetzung mit dieser Transformationsphase beitragen und loben deshalb eine zweite Runde des Jugendwettbewerbs „Umbruchszeiten. Deutschland im Wandel seit der Einheit“ aus. Das Thema der diesjährigen Runde ist „Jungsein“: Wie hat sich das Leben von Jugendlichen seit dem Mauerfall und der Einheit verändert? Und inwieweit sind die Auswirkungen auch in der Gegenwart noch spürbar? Ziel ist es, mit dem Thema „Jungsein“ Geschichten und Erfahrungen junger Menschen aus dieser Zeit in den Mittelpunkt der Betrachtung zu rücken und Jugendliche deutschlandweit dazu anzuregen, sich mit der jüngsten Vergangenheit auseinanderzusetzen.

    Vom 15. September 2021 bis 1. März 2022 rufen wir Jugendliche zwischen 13 und 19 Jahren dazu auf, sich in Gruppen auf historische Spurensuche zu begeben. Sie können Geschichten aus den Familien, aus dem Wohnort, aus Vereinen, von Begegnungen mit Menschen aus dem jeweils anderen Landesteil recherchieren oder auch Veränderungen untersuchen, die junge Menschen seit 1989/90 mitgemacht haben. Zu gewinnen gibt es bis zu 30 Preise in Höhe von 500 bis 3.000 Euro sowie die Teilnahme an der Preisverleihung im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie in Berlin im Juni 2022.

    Sie als engagierte Lehrkräfte und interessierte Vereins- und Institutionenvertreter sind essentiell für die Durchführung des Wettbewerbs. Bitte helfen Sie mit, den Wettbewerb publik zu machen und ermuntern Sie Jugendliche in Ihren Einrichtungen zur Teilnahme. Auf der Webseite ►www.umbruchszeiten.de und ►dem Flyer finden Sie ausführliche Informationen zum Wettbewerb.

    Zudem bieten wir am Dienstag, den 28. September 2021 um 16 Uhr eine  Infoveranstaltung an, in der wir Sie zum Wettbewerb informieren. Die Projektkoordinatorin des Jugendwettbewerbs Helen Stoeßel wird im Gespräch mit dem Pressesprecher der Bundesstiftung, Jörg von Bilavsky, über den Jugendwettbewerb, das diesjährige Thema und die Teilnahmebedingungen informieren. Schalten Sie sich in den Livestream auf YouTube ein und erhalten Sie wichtige Anregungen zur Umsetzung des Projektes.

    Seien Sie mit Ihrer Gruppe dabei und erkunden Sie gemeinsam spannende Geschichten des Umbruchs – schöne oder schwierige, beeindruckende oder alltägliche. Weitere Infos: ► FLYER

     

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  • 13.8.2021: Gedenken an den Mauerbau 196113.8.2021: Gedenken an den Mauerbau 1961

    Neben den offiziellen Gedenkveranstaltungen und dem entsprechenden Medienecho gab es auch die immer wieder auftauchende Frage nach der Rolle des Geschichtsunterrichts bei der Vermittlung der DDR-Geschichte. Unter ► https://www.mdr.de/zeitreise/ddr  kann das Meinungsbild hierzu verfolgt werden, befragt wurde u.a. auch Niko Lamprecht vom Bundesvorstand.

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  • geschichte für heute 2021, Heft 4geschichte für heute 2021, Heft 4
  • Aktueller und ältere NewsletterAktueller und ältere Newsletter
  • documents and education: Vorbereitung von Gedenkstättenexkursionendocuments and education: Vorbereitung von Gedenkstättenexkursionen

    Angebot zum Lernen mit Dokumenten aus den Arolsen Archives

    Es soll Schulklassen, aber auch außerschulischen Lerngruppen zur Vorbereitung einer Gedenkstättenexkursion dienen und zugleich das forschend-entdeckende Arbeiten mit historischen Quellen fördern. Das Material ist so aufgebaut, dass Dokumente zu einem ehemaligen Häftling des KZ, dessen Gedenkstätte besucht werden soll, im Zentrum stehen und von pädagogischen Hinweisen für die Lehrkraft und Arbeitsimpulsen für die Lernenden umrahmt werden. Allgemeine Informationen zu unserem Projekt sind unter https://arolsen-archives.org/lernen-mitwirken/lernen-mit-dokumenten/documented/ abrufbar. Zum Hintergrund und zur Geschichte von documentED lesen Sie bitte unser Interview unter  https://arolsen-archives.org/news/interview-zu-documented/.

    Zu insgesamt 13 Konzentrationslagern stellen wir drei bis vier sogenannte Toolkits bereit: Auschwitz, Buchenwald, Dachau, Flossenbürg, Groß-Rosen, Mauthausen, Mittelbau-Dora, Natzweiler, Neuengamme, Niederhagen/Wewelsburg, Ravensbrück, Sachsenhausen und Stutthof. Die Personen, zu denen die Toolkits Dokumente enthalten, unterscheiden sich hinsichtlich Geschlecht, Herkunft, Nationalität, Haftgrund und auch Konsequenzen der Verfolgung, d.h., wir haben der Diversität der Häftlingsgesellschaft der KZ Rechnung getragen. Sie können sich die Toolkits auf unserer Webseite ansehen und herunterladen: https://arolsen-archives.org/lernen-mitwirken/ausstellungen-kampagnen/documented/toolkits/

    Wir würden uns freuen, wenn Sie z.B. auf der Basis des diesem Schreiben als Anlage beigefügten Flyers im Rahmen Ihrer Öffentlichkeitsarbeit – auf Ihrer Website, in den sozialen Medien, in Newslettern, Publikationen und/oder Informationsbroschüren – auf unser Angebot aufmerksam machen und es auch über Ihre Verteilerliste weiterverbreiten könnten. 

    Ansprechpartnerin

    i.A. Margit Vogt
    Forschung und Bildung

    Arolsen Archives
    International Center on Nazi Persecution
    Große Allee 5-9
    34454 Bad Arolsen
    Deutschland

    T +49 (0)5691 629-328
    E margit.vogt@arolsen-archives.org
    W arolsen-archives.org

    Die Arolsen Archives gehören zum
    UNESCO-Weltdokumentenerbe.
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  • Pressemitteilung: BMBF fördert Projekt am Dubnow-Institut »Das Objekt zum Subjekt machen. Jüdische Alltagskultur in Deutschland vermitteln«Pressemitteilung: BMBF fördert Projekt am Dubnow-Institut »Das Objekt zum Subjekt machen. Jüdische Alltagskultur in Deutschland vermitteln«

    Ansprechpartnerin:

    Dr. Julia Roos
    Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

    Tel. +49 341 21735-753
    E-Mail: roos@dubnow.de
     
    14. Juli 2021

    2021/02
    Mit dem am Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow koordinierten Verbundvorhaben »Das Objekt zum Subjekt machen. Jüdische Alltagskultur in Deutschland vermitteln« hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ein Projekt zur Förderung ausgewählt, dessen Ziel es ist, Antisemitismus nachhaltig zurückzudrängen. Zu diesem Zweck wird kulturgeschichtliche Grundlagenforschung mit anwendungsorientierter Schulbuchforschung verbunden und die Ergebnisse praxisbezogen für Lehrkräfte aufbereitet. Hierzu arbeitet das Dubnow-Institut eng mit dem Georg-Eckert-Institut – Leibniz-Institut für Internationale Schulbuchforschung und dem Arbeitskreis Deutsch-Jüdische Geschichte im Verband der Geschichtslehrer Deutschlands e.V. zusammen.

    Presseerklärung (PDF)

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  • In Afghanistan droht eine humanitäre KatastropheIn Afghanistan droht eine humanitäre Katastrophe

    In Afghanistan droht eine humanitäre Katastrophe

    Afghanische Frauen und Männer haben deutschen Soldaten und Hilfsorgani-sationen bei ihrem Einsatz vor Ort die Arbeit ermöglicht – als Dolmetscher, als Köche, als ortskundige Fachkräfte oder indem sie Kontakte zur Bevölkerung ver-mittelt haben u.a.m.. Nach Abzug der Bundeswehr blieben sie schutzlos zurück und müssen durch den Vormarsch der Taliban um ihr Leben fürchten. Sie haben nur einen Ausweg: Die Heimat verlassen und in das Land fliehen, das sie so lange unterstützt haben – Deutschland.

    Bundeswehrsoldaten haben das Patenschaftsnetzwerk Afghanische Ortskräfte gegründet, um ihren Helfern zu helfen:

    • Durch Unterstützung bei der Reise nach Kabul und der Unterkunft dort,
    • durch Vorbereitung einer Notfall-Evakuierung mit privat gechartertem Flugzeug
    • durch Unterstützung beim Aufbau eines neuen Lebens hier in Deutschland.

    Der Verein erhält keine Gelder von Staat, Bundeswehr oder Polizei und finanziert sich bislang ausschließlich durch private Mittel einiger Vereinsmitglieder.

    Die Hilfe braucht Spenden. Schnell.

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  • MDR Befragung – Kommt die DDR zu Kurz im Unterricht?MDR Befragung – Kommt die DDR zu Kurz im Unterricht?

    MDR Befragung – Kommt die DDR zu Kurz im Unterricht?

    MDRfragtDDR-Vergangenheit kommt in Schulen zu kurz

     

     

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  • Deutscher Lehrerpreis – Unterricht innovativDeutscher Lehrerpreis – Unterricht innovativ

    Deutscher Lehrerpreis – Unterricht innovativ

    Die Bewerbungsphase der 13. Runde des bundesweiten Wettbewerbs „Deutscher Lehrerpreis – Unterricht innovativ“ ist gestartet. Der Wettbewerb, der von der Heraeus Bildungsstiftung und dem Deutschen Philologenverband getragen wird, will die öffentliche Wertschätzung des Lehrberufs steigern und den Ideenaustausch zwischen Lehrerinnen und Lehrern fördern.

    Wir suchen alle, die unsere Schulen richtig gut machen: Lehrer:innen, die ihre Schüler:innen unterstützen, Schulleiter:innen mit Weitblick und Lehrer:innen-Teams mit innovativen Unterrichtsprojekten. Warum? Weil sie es verdient haben, entdeckt und ausgezeichnet zu werden. Bewerben Sie sich selbst mit Ihren Unterrichtsprojekten oder nominieren Sie als Kollegium Ihre Schulleitung. Und wenn ihr Schüler:innen seid: Schlagt eure:n Lehrer:in vor!

    Der Ausschreibungszeitraum für die neue Wettbewerbsrunde 2021 startet am 1. Juni 2021.

     

    Der „Deutsche Lehrerpreis – Unterricht innovativ“ wird in drei Kategorien vergeben, Bewerbungsschluss ist der 15. November 2021.

    Die Kategorie „Unterricht innovativ“ wendet sich direkt an Lehrkräfte aus dem Sekundarbereich an deutschen Schulen (auch im Ausland), die fächerübergreifend unterrichten und im Team zusammenarbeiten.

    In der Kategorie „Ausgezeichnete Lehrkräfte“ nominieren Schülerinnen und Schüler des Abschlussjahrgangs 2021 (bzw. 2020) besonders engagierte Lehrkräfte, die das verantwortungsvolle Miteinander fördern und deren soziale Kompetenz sie persönlich erlebt haben.

    In der Kategorie „Vorbildliche Schulleitung“ schlagen Lehrkräfte-Kollegien oder
    -Teams ihre Schulleitung für eine Auszeichnung vor.

    Wir würden uns sehr über eine Unterstützung des Wettbewerbs freuen, beispielsweise durch entsprechende Hinweise und Links in Ihren Veröffentlichungen, in digitalen Rundbriefen, auf Ihrer Homepage, aber auch durch die Information der Zuständigen für Wettbewerbe unter Ihren Mitgliedern und der Zuständigen für die Aus- und Fortbildung von Lehrkräften.

    Weitere Informationen zum Preis, zu den Kategorien und Bedingungen des Wettbewerbs finden Sie unter https://lehrerpreis.com. Für Rückfragen sowie weitere Informationen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

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  • Geschichte hat Zukunft – Zur Aktualität der historisch-politischen Bildung im GeschichtsunterrichtGeschichte hat Zukunft – Zur Aktualität der historisch-politischen Bildung im Geschichtsunterricht
     

    Von Dr. Peter Johannes Droste und Dr. Frank Schweppenstette 

    Geschichte ist in, Geschichte ist kontrovers, Geschichte ist aktuell. Es gibt kaum Politiker und Politikerinnen, die den Blick nicht in die Geschichte richten, wenn es darum geht, die eigene Argumentation zu untermauern und die Legitimation der eigenen Politik zu stärken. 

    Gerade der moderne Geschichtsunterricht leistet einen erheblichen Beitrag zur politischen Bildung unserer Jugendlichen. Er legt das historische Fundament, von dem aus unsere Jugendlichen die moderne Welt befragen und vor allem kritisch hinterfragen können.  

    Was macht modernen Geschichtsunterricht aus? Da ist zunächst das Prinzip der Problemorientierung. Im Geschichtsunterricht werden nicht einfach nur historische Personen oder Sachverhalte wie zum Beispiel Napoleon oder die Weimarer Verfassung „behandelt“. Es wird auch nach deren Bedeutung und Relevanz gefragt, in unserem Fall zum Beispiel, ob Napoleon der Totengräber oder Vollender der Ideen der Französischen Revolution gewesen ist oder ob die Weimarer Verfassung für die damalige deutsche Gesellschaft zu demokratisch verfasst war und das Scheitern der Weimarer Republik gewissermaßen schon in ihr angelegt war.

    Geschichte hat Zukunft – Zur Aktualität der historisch-politischen Bildung im Geschichtsunterricht
    Alina (15) besucht die 10. Klasse eines Berliner Gymnasiums. Eines ihrer Lieblingsfächer ist Geschichte. Ausflüge in ein Museum bereichern ihr Wissen (hier: Neues Museum Berlin, vor Kumanischen Figuren aus dem 12. Jahrhundert), Credit: Marlene Gawrisch

    Verständnis von etwas, nicht Verständnis für etwas 

    Solche Fragestellungen und Probleme ermöglichen es unseren Schülerinnen und Schülern, eigene Antworten zu finden und eigene Urteile zu treffen. Sie lernen zu verstehen, wie Menschen in der Vergangenheit gelebt haben, sie lernen auch, warum und nach welchen Wertmaßstäben die Menschen so gehandelt haben, wie sie gehandelt haben. Es geht im Geschichtsunterricht also darum, ein historisch fundiertes „Verständnis von etwas“ aufzubauen, was aber, und das ist wichtig zu betonen, nicht zugleich bedeutet, „Verständnis für etwas“ zu haben. Hier trennen wir im Geschichtsunterricht zwischen Sachurteil und Werturteil. Bei einem Sachurteil beurteilen die Schülerinnen und Schüler einen historischen Sachverhalt ohne persönlichen Wertebezug, also „aus seiner Zeit heraus“ mit Hilfe von Quellen und Darstellungen. Die Schülerinnen und Schüler betrachten diesen Sachverhalt aus unterschiedlichen Perspektiven, sie beziehen auch aktuelle Forschungsergebnisse in ihr Sachurteil mit ein. Bei einem Werturteil hingegen „bewertet“ man noch zusätzlich einen historischen Sachverhalt vom „heutigen Standpunkt“ aus. Dies geschieht nicht einfach so „aus dem Bauch heraus“, gleichsam als bloße Meinungsäußerung, sondern die Schülerinnen und Schüler legen in ihrer Begründung die eigenen Wertmaßstäbe offen. Diese Wertmaßstäbe sind unsere heutigen Normen und Werte, die auf der freiheitlich-demokratischen Grundordnung basieren.  

    Historische Bildung war und ist stets unvollkommen 

    Wie ist es um die historische Bildung unserer Jugendlichen bestellt? Schwer zu sagen, aber die historisch-politische Bildung ist ein Dauerthema. Sie wird immer dann eingefordert, wenn etwas von der Politik in großen Reden und Erklärungen gefordert wird. Sie ist aber eine Chimäre und hat den Rang der Unerreichbarkeit. Ähnlich wie Gerechtigkeit und die Menschenrechte, war und ist historische Bildung stets unvollkommen. Immer wenn es zu antidemokratischen, rassistischen oder antisemitischen Ausschreitungen kommt, wird der Ruf nach mehr historisch-politischer Bildung für Jugendliche laut. Damit ist, wenn auch indirekt, immer auch ein Lehrer- oder Schülerbashing verbunden. Entweder würden die Themen im Unterricht nicht genügend behandelt, so der Vorwurf, oder die Schülerinnen und Schüler können oder wollen das Gelernte nicht umsetzen. Die Komplexität und vor allem die Notwendigkeit historisch-politischer Bildung wird immer dann deutlich, wenn sie als defizitär erscheint, oder die Ursachenforschung für diesen Mangel in Beschuldigungen umschlägt. Selbstverständlich sehen die Curricula in der Bundesrepublik einschlägige Themen der Demokratie- und Antiholocausterziehung im modernen Geschichtsunterricht vor. Es gibt auch viele Debatten über die Quantität, die Inhalte und die Qualität von Geschichtsunterricht. Wenn man aber die Schnittmenge der seriösen Forschungen und Studien zu diesem Problemkomplex durchsieht, werden rasch Themen und Kategorien sichtbar, auf die der Geschichtsunterricht, wie kaum ein anderes Fach, reagieren kann. 

    Adäquate Ausrichtung auf die Zielgruppe 

    Der Verband der Geschichtslehrer Deutschlands arbeitet seit Jahrzehnten an der Aktualisierung und Reform der Inhalte des Geschichtsunterrichts. Was im Streit um Inhalte und Kompetenzen in vielen Lehrplänen aber immer noch zu kurz kommt, ist eine adäquate Ausrichtung auf die Zielgruppe. In einer Gesellschaft, die zu einem respektablen Anteil aus Menschen mit Migrationshintergrund besteht, wird auf deren Herkunftsgeschichte noch immer zu wenig Rücksicht genommen. Es geht bei diesem Ansatz auch um den Umstand, dass diese Jugendlichen, gerade weil sie zu den Herkunftsländern eine innige Beziehung haben, die Narrationen von den Eltern oder anderen Bezugspersonen oft unhinterfragt übernehmen. Das Problem der doppelten historischen Narration ist auch im innerdeutschen Zusammenhang bekannt. 

    Die Konkurrenz von Narrationen ist nicht ungewöhnlich, sondern in gewisser Weise der Normalfall. Eine Schülerin oder ein Schüler mit türkischen oder palästinensischen Wurzeln, die oder der im Unterricht nichts oder zu wenig über die Geschichte seines Herkunftslandes erfährt, wird den Narrationen seines familiären Umfeldes mehr Glauben schenken als jemand, der im Geschichtsunterricht quellenkritische Arbeitsweisen eingeübt und Methodenkompetenz aufgebaut hat. Der moderne Geschichtsunterricht in Deutschland reflektiert seine Narrationen und führt zu einer reflektierten, d.h. unideologischen Geschichts- und Gegenwartsauffassung. Deshalb erschöpft sich der Geschichtsunterricht nicht bloß in historisch-politischer Bildung, sondern liefert vor allem die Methodenkompetenz für mündige Staatsbürgerinnen. Sein Ziel ist zwar nicht primär die Demokratieerziehung, aber die Chance ist sehr hoch, dass er zur Erziehung überzeugter Demokraten beiträgt.    

    Das historische Exempel und die Erkenntnis der Perspektivität historischen und gegenwärtigen Handelns ermöglichen erst die Art von Situationsanalyse, die für (sinnstiftendes) politisches Handeln erforderlich ist. Dabei ist eine gewisse politische „Zurückhaltung“ der Lehrenden notwendig, wie das Überwältigungsverbot im Beutelsbacher Konsens fordert. Doch beim „Neutralitätsgebot“ müssen wir aufpassen. Lehrerinnen und Lehrer sind zu Recht aufgefordert, sich in politischen Fragen zurückhaltend zu äußern, also „nicht zu überwältigen“. Aber die Schulgesetze der Bundesländer und die freiheitlich-demokratische Grundordnung des Grundgesetzes bilden – kantisch gewendet – die „regulative Idee“, nach der die Lehrenden im Unterricht agieren sollen, und das umfasst auch das Einstehen und Eintreten für diese Ordnung. Daher kann es eine Neutralität im strengen Sinne für Lehrkräfte eigentlich nicht geben, oder anders ausgedrückt: Zurückhaltung bei der Äußerung der eigenen politischen Meinung, auf jeden Fall ja, Zurückhaltung bei der Einübung der Lernenden in die Diskursfähigkeit innerhalb des konsensuellen Rahmens unseres Demokratieverständnisses, nein. Auf diesen wichtigen Unterschied sollten wir immer wieder achten.  

    Macht des rationalen Denkens vermitteln 

    Die einzige Chance, die bis zur Manipulation reichende Indoktrination außerschulischer Narrationen zu unterbinden, ist die „Macht des rationalen Denkens“, das wir den Schülerinnen und Schülern im Geschichtsunterricht vermitteln. Ein solcher Lehrinhalt schränkt keine Rechte und Freiheiten ein, hilft aber gefährliche, rassistische, homophobe, antisemitische und andere Ideologien zu enttarnen. Die Aufklärung über illegale und strafrechtliche Zusammenhänge gehört dazu. Für strafrechtlich relevante Überschreitungen in Schule und Unterricht haben die Lehrerinnen und Lehrer bewährte Vorgehensweisen, für die tagtägliche Auseinandersetzung mit rassistischen und antisemitischen Äußerungen und Vorurteilen eher nicht. Schule und Unterricht dürfen die Welterklärung nicht den kontingenten Narrationen von Partikulargesellschaften überlassen, sondern müssen immer wieder das rationale und vernünftige Argument suchen und verwenden. Die Überlegenheit der Wissenschaften gegenüber den vielen -Ismen liegt in der Rationalität und ihrer Methoden, die zu differenzierten Urteilen führen. Vorurteile und Dogmen sind für den Weg der Erkenntnis wenig hilfreich. Der Vorteil des Faches Geschichte ist, dass es die Methoden und Dogmen der Ideologien und -Ismen untersucht und zum Teil historisch herleiten kann. Es geht hierbei nicht um ein „Rechthaben“, sondern um ein Differenzieren und Verstehen. 

    Die Fachlichkeit des Faches Geschichte könnte auf lange Sicht in Gefahr geraten, wenn der Trend, den Geschichtsunterricht zu kürzen oder im Rahmen eines Integrationsfaches zu unterrichten, anhalten sollte. 

    In vielen Staaten, gerade in Europa, käme niemand auf die Idee, das Fach Geschichte zu kürzen und es nicht durchgängig bis zum Schulabschluss unterrichten zu lassen. Ausländische Kolleginnen und Kollegen würden unsere Diskussionen um Stundenkürzungen auch gar nicht nachvollziehen oder gar verstehen können, warum in Deutschland der gesellschaftswissenschaftliche Bereich, vor allem in der historisch-politischen Bildung, auf Dauer so ausgehöhlt wird, während in offiziellen Verlautbarungen die historische Bildung immer wieder als existenziell für unsere Gesellschaft beschworen wird. Ein klares Bekenntnis zum hohen Stellen- und Bildungswert des Faches Geschichte, verbunden mit einer vernünftigen Stundenausstattung von Seiten der Landesregierungen, wäre ein wichtiges Signal an unsere Kolleginnen und Kollegen und zugleich eine Anerkennung für die hervorragende Arbeit, die diese täglich in den Schulen leisten.  

    Den Schülerinnen und Schüler gehört die Zukunft. Viele wollen Verantwortung übernehmen. Dafür brauchen sie Wissen über die Ideen und Fehler der Vergangenheit. Je größer das Maß an historischer Bildung, desto größer stehen die Chancen auf eine humane und demokratische Zukunft.  

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  • 53. Deutscher Historikertag 2021 in MünchenVerschiebung des 53. Deutschen Historikertages auf 2021

    Verschiebung des 53. Deutschen Historikertages auf 2021

    53. Deutscher Historikertages an der LMU München 2021

    Anmeldung zum Historikertag

    ► https://www.historikertag.de/Muenchen2021/

    Übersichten für Newsletter, Websites oder Blogs

    Programmübersicht des Historikertags vom Pre-Conference-Programm bis zur Abschlussveranstaltung, 4. bis 8. Oktober 2021: Download Programmübersicht DIN A4 Querformat (Digital-PDF)

    Das Schüler:innenprogramm und Forum Geschichte in Wissenschaft und Unterricht auf dem Historikertag am Donnerstag, 7. Oktober 2021: Download DIN A4 Hochformat (Druck-PDF) und Download DIN A4 Querformat (Digital-PDF)

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  • “Wannseekonferenz”-Preview 28.5.21 – ZDF und VGD vertiefen Kooperation“Wannseekonferenz”-Preview 28.5.21 – ZDF und VGD vertiefen Kooperation

    “Wannseekonferenz”-Preview 28.5.21 – ZDF und VGD vertiefen Kooperation

    Die Zusammenarbeit des VGD mit der Fachredaktion Zeitgeschichte (Leitung Stefan Brauburger) hat schon in der Vergangenheit einige erfolgreiche Projekte ermöglicht,
    siehe https://www.zdf.de/zdfunternehmen/…

    Als nächstes Vorhaben gehen die Bildungspartner auf die Verfilmung der Wannseekonferenz zu, welche am 20.2.2022 (80 Jahre danach) zur Ausstrahlung kommen wird: https://presseportal.zdf.de/pressemitteilung/… .

    Ein umfangreiches Online-Bildungsangebot soll dazu begleitend den Schulen ab diesem Datum zur Verfügung stehen. Im Vorfeld des Projekts trafen sich Vertreter des VGD (Leitung der Arbeitsgruppe: Dr. Ralph Erbar/Niko Lamprecht) mit dem ZDF-Team in Frankfurt, um nach einer Preview im ASTOR-Kino (siehe Foto, der Film selbst wurde aufgrund der nötigen Coronaabstände allerdings in einem größeren Saal ausgestrahlt) Grundlinien dieses Angebots zu besprechen. In Zeiten von zunehmendem Antisemitismus und Rassismus dürfte dieses Projekt eine sehr sinnvolle Rolle übernehmen!

     

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  • Bundesweiter Jugendwettbewerb „Umbruchszeiten. Deutschland im Wandel seit der Einheit“ 2021/22Bundesweiter Jugendwettbewerb „Umbruchszeiten. Deutschland im Wandel seit der Einheit“ 2021/22

    Bundesweiter Jugendwettbewerb „Umbruchszeiten. Deutschland im Wandel seit der Einheit“ 2021/22

    Der Jugendwettbewerb „Umbruchszeiten. Deutschland im Wandel seit der Einheit“ geht im September 2021 in eine neue Runde. Jugendliche aus ganz Deutschland sind eingeladen, Beiträge zum Thema „Jungsein“ einzureichen. Der Wettbewerb möchte Jugendliche anregen, sich mit der jüngsten Vergangenheit und Fragen rund um das Erwachsenwerden in den Umbruchjahren seit 1989/90 auseinanderzusetzen. Wie war die Jugend ihrer Eltern? Was veränderte sich 1989/90 für junge Menschen, als Deutschland wieder ein Land wurde? Wie entwickelten sich Jugendkulturen von damals bis heute? Bedeutet es heute noch etwas, ob man in Ost- oder Westdeutschland aufwächst?

    Start des Wettbewerbs ist der 15. September 2021. Teilnehmen können Gruppen von Jugendlichen im Alter von 13 bis 19 Jahren, die Lust haben, sich auf die historische Spurensuche zu begeben und sich mit konkreten Geschichten über Menschen und Orte auseinanderzusetzen. Einsendeschluss für die Beiträge ist der 1. März 2022. Zu gewinnen gibt es insgesamt bis zu 30 Preise in Höhe von 500 bis 3.000 Euro, die bei einer Preisverleihung im Bundeswirtschaftsministerium in Berlin verliehen werden.

    Der Wettbewerb richtet sich explizit an Lehrkräfte, Interessierte und Institutionen der außerschulischen Bildung, die den Wettbewerb an ihren Einrichtungen durchführen und die Jugendlichen bei ihren spannenden Projekten zu unterstützen und zu begleiten möchten.

    Der Jugendwettbewerb „Umbruchszeiten. Deutschland im Wandel seit der Einheit“ wurde 2019/2020 erstmalig durch den Beauftragten der Bundesregierung für die neuen Bundesländer und die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur ausgelobt. Fast 1.300 Jugendliche aus Ost- und Westdeutschland beteiligten sich mit Beiträgen. Auf der Webseite www.umbruchszeiten.de können Sie sich mit dem Projektarchiv der ersten Wettbewerbsrunde zum Thema „Deutschland im Wandel seit der Einheit“ vertraut machen. In Kürze stehen Ihnen dort auch ausführliche Informationen zur aktuellen Runde zur Verfügung.

    Kontakt zum Ausrichter:

    Projektbüro Jugendwettbewerb Umbruchszeiten

    Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
    Kronenstraße 5 |10117 Berlin

    Tel: 030/31 98 95 336 |Fax 030/ 31 98 95 210
    E-Mail: umbruchszeiten@bundesstiftung-aufarbeitung.de
    www.umbruchszeiten.de | www.bundesstiftung-aufarbeitung.de

    Instagram: @umbruchszeiten_

    Datenschutz: www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/datenschutz

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  • Die Bekämpfung von Antisemitismus ist eine Pflicht für uns alle – Erklärung des VGDDie Bekämpfung von Antisemitismus ist eine Pflicht für uns alle – Erklärung des VGD

    Die Bekämpfung von Antisemitismus ist eine Pflicht für uns alle

    Pressererklärung (PDF)

    Erklärung des VGD zum Aufflammen des Antisemitismus anlässlich des
    aktuellen Konflikts in Nahost

    Der aktuelle Konflikt im Nahen Osten, der erneut zu einer militärischen Konfrontation eskaliert
    ist, seit von Gaza aus in einem bislang nie gekannten Ausmaß Tausende von Raketen
    auf Israel abgeschossen werden, hat zu Äußerungen und Aktionen des Antisemitismus geführt.
    Dies geschieht durch verbale und direkte Gewalt auf der Straße, gegenüber jüdischen
    Einrichtungen und Menschen, sowie im Internet. Antisemitismus ist nach der Definition von
    Bundesregierung und Bundestags von 2017/18 „eine Wahrnehmung von Juden, die sich in
    Hass ausdrücken kann.“ Wie das geht, haben wir leider täglich vor Augen. Man sieht, wie
    israelbezogener Antisemitismus entsteht und sich äußert. Die Politik der israelischen Regierung
    zu kritisieren, rechtfertigt, wie Josef Schuster, der Vorsitzende des Zentralrats der
    Juden, am 14. Mai erklärte, keinen Judenhass. Solche Kritik unterliegt aber auch keiner
    Medienzensur in Deutschland, wie immer wieder behauptet wird.

    Die Gefährdung für Leib und Leben von jüdischen Bürgern ist spätestens durch den Anschlag
    in Halle deutlich geworden. Jüdische Gemeinden müssen dies heute vor Augen haben, wenn
    sie sich schützen wollen und müssen. In vielen Städten oder Stadtbezirken Deutschlands
    sehen sich Juden gezwungen unerkannt zu bleiben. Dass jüdische Bürger nicht „normal“
    leben können und Angst vor einem Besuch einer Synagoge oder dem Tragen einer Kippa
    haben müssen, geht uns alle an und muss uns alle zutiefst beschämen. Dagegen vorzugehen
    ist Aufgabe des Rechtsstaates und der politisch Verantwortlichen und muss entsprechend
    ernst genommen werden. Gründe und Hintergründe für Antisemitismus sind vielfältig, sie
    kommen aus dem rechts- wie auch aus dem linksextremen Bereich ebenso wie aus Kreisen
    muslimischer und arabischer Herkunft oder mit Bezügen dorthin, bei letzteren spielt das
    Thema Nahostkonflikt eine besondere Rolle. Doch Vorurteile gegenüber Juden sind weit
    verbreitet, auch in der Mitte der Gesellschaft.

    Es ist daher eine besondere Aufgabe an den Schulen, über Vorurteile aufzuklären und Präventionsarbeit
    gegen Antisemitismus zu leisten. Die Kultusministerkonferenz und der Zentralrat
    der Juden haben dazu 2018 eine entsprechende Vereinbarung getroffen. Es wird aber
    auch deutlich, dass dies nicht reicht. Vor allem das Fach Geschichte muss curricular (Lehrpläne)
    und materiell (Zeit) mehr Möglichkeiten bekommen, jüdische Geschichte, Antisemitismus
    und auch die Entstehungsgeschichte Israels und des Nahostkonflikts adäquat behandeln
    zu können – und dies auch und gerade in kulturell heterogenen Klassen. Dazu bedarf es auch
    einer Fortbildungsoffensive für die Lehrkräfte zu all diesen Aspekten und gerade auch zum
    Thema Israel/Palästina.

    Seit Jahren bemüht der VGD sich durch Aktivitäten und Publikationen aus dem seinem Arbeitskreis
    Jüdische Geschichte einen kleinen Beitrag gegen offenen und versteckten Antisemitismus
    zu leisten. Der Verband z.B. ist Mitorganisator der Tagung „Beständiges
    Vorurteil!? Antisemitismus im Geschichts-, Religions- und Politikunterricht begegnen“, am 19.
    und 20. November 2021 in Hamburg.

    Gez.: Der Arbeitskreis deutsch-jüdische Geschichte und der Bundesvorsitzende, Mai 2021

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  • 18.5. Jüdische Nachbarn – Ein biografisches Projekt18.5. Jüdische Nachbarn – Ein biografisches Projekt

    18.5. Jüdische Nachbarn – Ein biografisches Projekt

    Veranstaltung am 18.05.2021 von 16:00 – 17:30 Uhr 

    „Jüdische Nachbarn – Ein biografiegeleitetes Projekt zum jüdischen Leben auf dem Land
    und in der Stadt in Lippe, im Rheinland und in Westfalen zu Beginn des 20.
    Jahrhunderts“ vorstellen.

    Einladungsschreiben (PDF)

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  • Die Welt vom 7.3. Geschichts­lehrer­verband sorgt sich um Stellung des FachsDie Welt vom 7.3. Geschichts­lehrer­verband sorgt sich um Stellung des Fachs

    Die rund 300 organisierten Geschichtslehrer in Rheinland-Pfalz haben eine neue Verbandsspitze gewählt. Der langjährige Vorsitzende Ralph Erbar blickt zurück auf Licht und Schatten…

    ► Artikel: Die Welt vom 7.3.2021

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  • #RevolutionTransformation#RevolutionTransformation

    Anlässlich der beiden  Jubiläen richtet die ► Bundesstiftung-Aufarbeitung seinen Schwerpunkt in den Jahren 2019-2021 auf die Themen Revolution und Transformation

     

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  • Online-Seminare zur Geschichte der DDROnline-Seminare zur Geschichte der DDR

    Online-Seminare zur Geschichte der DDR

    Wir bieten zwei Online-Seminare zur Geschichte der DDR, Straftatbestände und Ermittlungsbehörden bzw. ein Gespräch mit einem Zeitzeugen an. Wir freuen uns über Anmeldungen!

    Weitere Informationen auf: Lernort Keibelstraße

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  • 4.12.20: Inter­view mit Bun­des­stif­tung Auf­ar­beitung zum Um­gang mit DDR-Geschichte4.12.20: Inter­view mit Bun­des­stif­tung Auf­ar­beitung zum Um­gang mit DDR-Geschichte

    Auch im Bezug zum Projekt “Eure Geschichte” (www.euregeschichte.de) interviewte Jörg von Bilavsky den stv. Vorsitzenden Niko Lamprecht, welcher die aktuelle Dimension des Themas und die dadurch sichtbare Rolle von Geschichte als “Demokratiefach” betonte und sich erneut einen “Exkursionsgutschein” für Gedenkstättenfahrten wünschte. Die Videoaufnahme ist über folgende Links aufrufbar:

    https://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/stiftung/aktuelles/5-fragen-niko-lamprecht 

    https://www.youtube.com/watch?v=rL1_J_Aslkw

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  • 27.11. / 14.30 Populismus, Fake News, Lügenpresse. Onlinekonferenz27.11. / 14.30 Populismus, Fake News, Lügenpresse. Onlinekonferenz

    27.11. / 14.30 Populismus, Fake News, Lügenpresse. OnlinekonferenzHerausforderung politischer Bildung an Schulen

    Veranstaltungsnummer: 248148

    Hier geht’s zur Anmeldung

    In allen 16 Landesschulgesetzen findet sich der Bezug zu den demokratischen Grundwerten unseres Grundgesetzes. Die Schulen sind verpflichtet, den Schüler_innen diese Werte zu erklären und sie ihnen nahezubringen. Der großen Bedeutung der Politische Bildung werden die Schulen im Alltag allerdings immer weniger gerecht. Der politische Untericht findet selter in einem eigenständigen fach statt und wird oft von den “harten” Fächern wie Mathematik, Deutsch, Englisch oder den Naturwissenschaften verdrängt. Erschwerend kommt hinzu, dass Politik oft von fachfremden Lehrer_innen ohne spezielle Kenntnisse “mit” unterrichtet wird.
    Auf Grundlage einer Studie zum Thema” Politische Bildung an Schulen: Wer hat, dem wird gegeben” von Prof. Dr. Sabine Achour und Susanne Wagner werden wir in vier Workshops den Stellenwert und die genutzten Formate politischer Bildung an Schulen mit Ihnen diskutieren.
    Wir freuen uns, wenn diese Veranstaltung Ihr Interesse findet und laden Sie herzlich ein zu einer spannenden und offenen Diskussion.


    Termin

    Freitag, 27.11.20
    14:30 bis 18:15 Uhr

    Teilnahmepauschale
    keine

    Veranstaltungsort

    Online

     


    Ansprechpartner_in

    Oliver Schael

    Kontaktanschrift
    Fritz-Erler-Forum
    Werastr. 24
    70182 Stuttgart
    Tel. 0711-24839440, Fax 0711-24839450
    https://www.fes.de/de/fritz-erler-forum/

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  • ZDF “Extremismus in Deutschland”, 10.11. um 22.15 UhrZDF-Dokumentation “Extremismus in Deutschland”, 10.11. um 22.15 Uhr

    Begleitend zur Sendung wurden in Kooperation mit dem Verband der Geschichtslehrer Deutschlands Materialien für den Schulunterricht erstellt. Diese sind unter der Adresse https://Extremismus-in-Deutschland.zdf.de ab Dienstag, 10. November 2020, abrufbar.

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  • 14. Geschichtsmesse auf den 20. bis 22. Januar 2022 verschoben14. Geschichtsmesse auf den 20. bis 22. Januar 2022 verschoben

    14. Geschichtsmesse der Bundesstiftung Aufarbeitung

    Leider muss die 14. Geschichtsmesse der Bundesstiftung Aufarbeitung abermals verschoben werden. Der neue Termin für die 14. Geschichtsmesse ist der 20.-22. Januar 2022 im Ringberg Hotel in Suhl.

    Die Geschichtsmesse wird wieder ein umfangreiches Programm mit Podiumsgesprächen, Vorträgen und Filmen bieten. Das dreitägige Forum informiert darüber hinaus über eine Vielzahl aktueller Ausstellungen, Schulprojekte, Veranstaltungsvorhaben, Dokumentarfilme und Publikationen, die die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch selber vorstellen können.

    Weitere Information zur seit 2008 stattfindenden Geschichtsmesse finden Sie auf www.geschichtsmesse.de.

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  • Stellungnahme zum Tod eines Kollegen in FrankreichStellungnahme  zum Tod eines Kollegen in Frankreich

    Mit Abscheu und tiefer Trauer hat der Verband der Geschichtslehrerinnen und Geschichtslehrer Deutschlands den tödlichen Angriff auf einen Kollegen in Frankreich zur Kenntnis genommen. Zunächst gilt das größte Mitgefühl dem Opfer, der Familie des Opfers sowie den Kolleginnen und Kollegen, die erfahren mussten, dass die ideologische Verblendung eines Schülers zu einer feigen und bösen Tat geführt hat, die nun das Leben vieler Menschen dauerhaft beschweren wird. Dass ausgerechnet jemand, der jungen Menschen die Menschenrechte und die Aufklärung  nahebringen wollte, durch einen Extremisten sterben muss, der sich dabei auf seine Religionsfreiheit beruft, scheint absurd. 

     Als Berufsverband, der sich für die Aufklärung und die demokratische Erziehung von Schülerinnen und Schülern einsetzt, verurteilen wir diesen feigen Mord. Wir erkennen gleichzeitig wie wichtig und leider auch gefährlich unser Beruf sein kann. Eine große Verantwortung trägt sicherlich das außerschulische Umfeld des Täters, in welchem der Hass auf Anders- oder Nichtgläubige einen festen Platz zu haben scheint. Dieser Hass ist falsch, böse und macht sprachlos. Dennoch sprechen wir der Familie des Opfers, den Kolleginnen und Kollegen sowie unserem befreundeten Nachbarverband der Geschichtslehrerinnen und Geschichtslehrer Frankreichs (APHG - Association des Professeurs d’histoire-géographie) und dem französischen Fremdsprachenlehrerverband (APLV) unser Mitgefühl und unsere Anerkennung aus: Das mutige Eintreten des Kollegen für die Meinungsfreiheit war richtig und offenbar auch wichtig. Er reiht sich damit ein in die Reihe der großen französischen Aufklärer und Aufklärerinnen, die ein integraler Bestandteil der europäischen Identität und aller demokratischen Staaten geworden sind.

    Aachen, den17.10.2020

    Dr. Peter Johannes Droste
    Bundesvorsitzender VGD
    52072 Aachen
    Tel.: 0241 9912276
    Peter.Droste@gmx.de

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  • Schul­unterricht, Lehramts­ausbildung und Fach­wissenschaft in einer demo­kratischen Gesellschaft.Schul­unterricht, Lehramts­ausbildung und Fach­wissenschaft in einer demo­kratischen Gesellschaft.
    Studierfähigkeit auf dem Prüfstand (PDF)

    Schulunterricht, Lehramtsausbildung und Fachwissenschaft in einer demokratischen Gesellschaft.

    Die drei Fachverbände Historikerverband (VHD), Geschichtslehrerverband (VGD) und Konferenz für Geschichtsdidaktik (KGD) haben sich zusammengeschlossen, um die jüngeren Entwicklungen des Schul- und Universitäts­fachs Geschichte kritisch zu bilanzieren.

    Aus der Perspektive der Hochschu­len, der Geschichtslehrer*innen und der Fachdidaktik haben die bildungspolitischen Richtungsentscheidungen der letzten Jahrzehnte in der Summe eine kontinuierliche Verschlechterung der Studierfähigkeit bewirkt.

    Studienanfänger können sich im historischen Raum kaum noch orientieren, obwohl in der aktuellen politischen Situation eher mehr als weniger Geschichtsbewusstsein und Kritikfähigkeit erforderlich wäre. »Studierfähigkeit auf dem Prüfstand« möchte zur Diskussion anregen und zu konkreten Konse­quenzen und Lösungsideen beitragen, die aus der diagnostizierten Problem­stellung gezogen werden können und müssen.

    Aus: VHD Journal 9/2020, S. 68-71 (mit Genehmigung des VHD)

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  • “30 Jahre danach” – neues Onlineportal zu 1990 – 2020 startet zum 3. Oktober"30 Jahre danach" - neues Onlineportal zu 1990 - 2020 startet zum 3. Oktober

    Wie angekündigt wird zum 3.10. das Onlineportal “Eure Geschichte” neu aufgestellt starten, ergänzt um das Thema “30 Jahre danach”. Der Zeitraum 1990-2020 wird in den Blick genommen, mit MDR-Videodateien und passenden didaktischen Materialien plus Zeitleiste wird neueste Geschichte erlebbar und für Schulen nutzbar gemacht. Wir stellen uns damit – auch in einer interpretatorisch durchaus umkämpften “Nahzone” (vgl. Historikertag 2018 mit dem Thema “Deutungskämpfe”) – der Herausforderung unseres “Demokratiefachs Geschichte” und leisten hierzu einen aus unserer Sicht wichtigen Beitrag. Rückmeldungen von Nutzern sind willkommen!

    Der Link lautet www.euregeschichte.de , Infoflyer mit näheren Information Infoflyer

     

    Nähere Infos erhält man auch über einen entsprechenden Artikel von Niko Lamprecht in gfh/4 (2020).

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  • 7 Gründe für eine Mitgliedschaft7 Gründe für eine Mitgliedschaft

    Eine Mitgliedschaft hat viele Vorteile (Beitrittsformular mit Prämie) …

    1. viermal pro Jahr die Fachzeitschrift (gfh): mit aktuellen Beiträgen zum Geschichtsunterricht
    2. regelmäßige Informationen zu den Entwicklungen des Faches im Land und im Bund, Einladungen zu Fachtagungen, Fort-bildungen
    3. Teilnahme an Veranstaltungen der Landesverbände (Geschichtslehrertage, Fachleitertreffen, Regionaltreffen etc.)
    4. ermäßigte Teilnahme beim Historikertag (z. B. 2018 in Münster: € 55,– für Mitglieder, € 155,– für Nichtmitglieder)
    5. Verbund mit 3000 Kolleginnen und Kollegen in ganz Deutsch-land, die sich täglich für das Fach Geschichte einsetzen
    6. Chance zur Mitarbeit und Mitsprache in den Gremien, bei Preisverleihungen und Aktionen für das Fach Geschichte
    7. ein Buchgeschenk bei Eintritt in den VGD
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  • Arbeitskreis Deutsch-jüdische GeschichteArbeitskreis Deutsch-jüdische Geschichte

    im Verband der Geschichtslehrer Deutschlands e.V. (Begründet 2004)

    Menora aus dem Bibel-Kommentar von Raschi (11. Jh. / Würzburg 1233) BSB Digitale Sammlungen

    Der Arbeitskreis Deutsch-Jüdische Geschichte – integriert betrachtet  wurde unter dieser Bezeichnung 2004 im VGD gegründet. Unter dem Titel Arbeitskreis Deutsch-jüdische Geschichte im Unterricht hat er 2007 bei Klett in der Reihe Tempora ein kommentiertes Quellenheft Deutsch-jüdische Geschichte. Quellen zur Geschichte und Politik  herausgegeben. Seit 2009 wird er als Arbeitskreis Deutsch-jüdische Geschichte mit der Gründung der Website www.juedischegeschichte.de weitergeführt.  

    Ziel des Arbeitskreises ist die Förderung des Verständnisses jüdischer Geschichte im Kontext der deutschen und europäischen Geschichte, nicht als eine “Sondergeschichte”, sondern als integrativer Bestandteil der deutschen bzw. europäischen Geschichte. Wir wollen diesbezügliche Wissenslücken füllen, weiterhin bestehende Klischeevorstellungen auflösen und Vorurteile widerlegen.

     


    Der Arbeitskreis hat sich als Kooperationspartner an der Konzeption und Durchführung der beiden Tagungen in Hamburg Deutsche Juden, jüdische Deutsche – und ihre Nachbarn. Perspektiven für den Hamburger Geschichtsunterricht (2013) sowie Deutsch-jüdische Geschichte in Wissenschaft und Unterricht. Bewährte Zugänge. Aktuelle Herausforderungen. Neue Perspektiven (2017) beteiligt.

    Für den 5. Juni 2020 wird die Tagung Beständiges Vorurteil!? Antisemitismus im Geschichts-, Religions- und Politikunterricht begegnen“ vorbereitet, die wieder am Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung in Hamburg stattfinden wird und in Kooperation mit dem Georg-Eckert-Institut für Internationale Schulbuchforschung stattfinden wird.

    Frühere Aktivitäten:

    Auf dem Historikertag 2006 in Konstanz hat der Arbeitskreis die Sektion Deutsch-jüdische Geschichte im Unterricht: Sondergeschichte – Beziehungsgeschichte – gemeinsame Geschichte? durchgeführt (Rez. auf HSK) und 2007 in Halberstadt zusammen mit der dortigen Moses Mendelssohn Akademie sowie der Bundeszentrale für politische Bildung eine Tagung organisiert zum Thema Integration und Ausgrenzung. Deutsch-jüdisches Zusammenleben in der Geschichte. Erarbeitung neuer Sichtweisen für den Unterricht (Dokumentation auf juedischegeschichte.de). Auf dem Historikertag 2016 hat der Arbeitskreis dann wieder eine Sektion durchgeführt zum Thema Glaubensfragen? Herausforderungen und neue Ansätze zur Vermittlung deutsch-jüdischer Geschichte im Unterricht (Programm geschichtslehrer-hamburg.de)

    Publikationen (Auswahl aus der jüngeren Zeit):

    • Martin Liepach / Wolfgang Geiger: Fragen an die jüdische Geschichte. Schwalbach i. T. (Wochenschau) 2014.
    • Martin Liepach / Dirk Sadowski (Hg.): Jüdische Geschichte im Schulbuch. Göttingen (V&R) 2014. „Eckert.Expertisen 3“.
    • Wolfgang Geiger: Zwischen Urteil und Vorurteil. Jüdische und deutsche Geschichte in der kollektiven Erinnerung. Frankfurt a.M. (Humanities Online) 2012.
    • Martin Liepach: Zur Darstellung des Holocaust in den aktuellen Schulgeschichtsbüchern, in: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht Jg. 70, H. 9/10, Sept.-Okt. 2019, S. 543-553.
    • Wolfgang Geiger: “Geldjuden”. Die Grundlagen eines universellen Vorurteils vom Mittelalter bis heute, in: Widerspruchstoleranz 3 – Ein Methodenhandbuch zu antisemitischer Bildungsarbeit, KIgA, 2019,  S. 16-24, >>online.
    • Wolfgang Geiger: Antisemitismus auch im Schulbuch? Zum historischen und pädagogischen Kontext eines gravierenden Vorwurfs, in: Medaon – Magazin für jüdisches Leben in Forschung und Bi9ldung, 13 (2019), H. 25, >>online

     Links:

    • Website des Arbeitskreises mit weiterführenden Informationen, historischen Quellen und Darstellungen
    • Netzwerk Jüdische Geschichte und Kultur in Hamburg
    • Kooperationsprojekt des SWL (Südwestdeutscher Lehrerinnen- und Lehrerverband für historische, politische und ökonomische Bildung) mit Yad Vashem

    Nächste Aktivitäten (in Vorbereitung):

    Geplant für den 5. Juni 2020, 11.00 Uhr bis 19.00 Uhr

    Beständiges Vorurteil!?
    Antisemitismus im Geschichts-, Religions- und Politikunterricht begegnen

    Gemeinsame Konferenz für Lehrkräfte und Multiplikatoren – In Kooperation mit

    • dem Georg-Eckert-Institut für Internationale Schulbuchforschung (GEI) und
    • dem Arbeitskreis zur deutsch-jüdischen Geschichte im Verband der Geschichtslehrer Deutschland e.V. sowie dem Fachverband Geschichte und Politik Hamburg und
    • der Vereinigung Hamburger Religionslehrerinnen und Religionslehrer

     

     

     

     

     

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  • „Thema DDR fast so weit entfernt wie die Antike“„Thema DDR fast so weit entfernt wie die Antike“

    Stand und Rolle der DDR-Geschichte im Unterricht

    „Thema DDR fast so weit entfernt wie die Antike“

    Niko Lamprecht vom Geschichtslehrerverband stellt „wenig gefestigtes Wissen“ über die DDR vor allem bei westdeutschen Schülern fest. Man dürfe aber nicht zu hart mit den jungen Leuten sein, sagte er im Dlf. Aufgabe des Geschichtsunterrichts sei es, sie für das Thema zu interessieren.

    Der Deutschlandfunk führte hierzu am 6.11.19 ein Gespräch mit Niko Lamprecht (stv. Vorsitzender), das Interview ist zu finden unter: DLF-Interview

    Interview Audiodatei:

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  • “30 Jahre danach” (1990-2020)“30 Jahre danach”(1990-2020): Startschuss für Fortführung des DDR-Onlineportals von “Eure Geschichte”
    “30 Jahre danach”(1990-2020): Startschuss für Fortführung des DDR-Onlineportals von “Eure Geschichte”
    Dr. Katja Wildermuth, Niko Lamprecht und Dr. Ulrich Brochhagen

    Startschuss für Fortführung des DDR-Onlineportals von "Eure Geschichte"

    In Leipzig trafen sich am 1.11.19 Dr. Katja Wildermuth (Programmdirektorin des MDR, Halle), Dr. Ulrich Brochhagen (Redaktionsleitung Geschichte des MDR, Leipzig) und für den VGD der stv. Vorsitzende Niko Lamprecht, um die Eckpfeiler des neu anzustoßenden Portals abzusprechen und den vertraglichen Beginn zu fixieren. Ein kleines VGD-Team wird zusammen mit der MDR-Redaktion Geschichte Materialien zu 30 Jahren deutscher Einheit aufarbeiten, um  in dieser Frage für den täglichen pädagogischen Gebrauch im handlichen Format Perspektivität und Aktualität anzubieten. Angestrebt wird eine Fertigstellung im Sommer 2020, um punktgenau zum Historikertag 2020 in München und dem Jubiläum am 3.10.2020 das Onlineportal zur Nutzung freigeben zu können.

    Ähnlich wie bei "Eure Geschichte" ( https://www.mdr.de/zeitreise/schwerpunkte/eure-geschichte/index.html ), dem Angebot zu 1949-1989, erhoffen VGD und MDR sich eine schülergerechte Präsentation, die dennoch fachlich angemessen ist - und den aktuellen Debatten um die "unvollendete" oder gar "misslungene" Wende eine pädagogisch nutzbare Komponente hinzufügt.

    Der VGD führt somit die Linie entsprechender Onlineprojekte ("Die Deutschen" /ZDF, "Eure Geschichte" / MDR, "Reformation reloaded" / EKD u.a.) mit Medienpartnern fort.

    Arbeitsschwerpunkte

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  • 25.8.2018: Ostpreussisches Landesmuseum in Lüneburg wieder eröffnet25.8.2018: Ostpreussisches Landesmuseum in Lüneburg wieder eröffnet