Im hessischen Amtsblatt werden in der Ausgabe 5.2026 Nachrichten verbreitet, die auf VGD-Initiativen beruhen. So wird ein besonderer Hinweis auf die Förderung von Exkursionen zu Erinnerungsorten/Orten der Demokratiegeschichte gegeben (S.48), außerdem der von VGD & VHD organisierte „Abiturpreis Geschichte“ den Schulen mit Abiturientinnen u. Abiturienten im Fach Geschichte angeboten (S.49). Siehe https://www.hessisches-amtsblatt.de/ , dort Ausgabe 5.2026 aufrufen. Jede Schule in Hessen erhält standardmäßig und monatlich ein Exemplar des Amtsblattes.
Die WELT AM SONNTAG benennt die Probleme und Wichtigkeit des Faches
Schaut man auf die Vorgänge in Berlin, Schleswig-Holstein und Niedersachsen, wird deutlich, wie wichtiger es ist, das Anliegen des Faches medial und öffentlich zu verbreiten.
Eine gute Nachricht: Der historycast als zentraler Podcast des VGD wird durch Dr. Almut Finck und Dr. Heiner Wember in der Kooperation mit der Stiftung „Orte der deutschen Demokratiegeschichte“ fortgeführt.
In der fünften kurzen Staffel wird eine transnationale Perspektive mit vielfältigen Vernetzungen zur deutschen Demokratiegeschichte gewählt: Anhand von fünf Orten in vier Ländern werden in Gesprächen mit Historikern und Zeitzeugen Schlüsselelemente für die Entwicklung demokratischer Ideen identifiziert und vertieft. Beispielsweise stehen „Philadelphia 1776“ mit der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten von Amerika, der Ruf nach Freiheit in „Prag 1989“, der Salzmarsch des Mahatma Gandhi in „Sabarmati Ashram 1930“ mit seiner Idee der Gewaltlosigkeit, aber auch die deutsch-polnische Versöhnung im Gedenkort Krzyżowa/Kreisauoder die Reden Thomas Manns aus den „Pacific Palisades 1940-45“. Zu jeder Folge entstehen wieder passgenaue Unterrichtsmaterialien, die von erfahrenen Lehrkräften entwickelt werden. Dr. Helge Schröder, VGD-Verantwortlicher aus dem Bundesvorstand
Konzertierte Aktion – VGD, VHD und KGD gemeinsam für ein starkes und stabil verankertes Schulfach Geschichte
Die beiliegende Pressemitteilung zeigt die mittlerweile sehr enge Abstimmung der drei Fachverbände. Angesichts aktueller Kürzungs- oder Schwächungsabsichten in einigen Bundesländern erscheint dies auch dringend geboten!
Bei der Preisverleihung freute sich der VGD-Bundesvorsitzende Niko Lamprecht zusammen mit den glücklichen Gewinnern über gelungene Beiträge. Wer möchte, kann sich auf der Website des HISTORY AWARD die Videos nachträglich anschauen, siehe unten. Jurymitglied Niko Lamprecht: „Erfreulich war die Vielfalt der eingereichten Beiträge, der geleistete Aufwand – und eigentlich auch, dass diesmal eine 10. Realschulklasse die Nase vorn hatte.“ Oft sind bei Geschichtswettbewerben die Gymnasien ja vorne, hier nahmen aber auch andere Schulsysteme erfolgreich teil, siehe unten. (Fotos Gert Krautbauer/HISTORY Channel)
Verleihung des HISTORY-AWARD 2026
HISTORY-AWARD 2026 geht an Schülerinnen und Schüler aus Hildesheim
Schülerinnen und Schüler der Realschule Himmelsthür in Hildesheim gewinnen den HISTORY-AWARD 2026.
Sie setzten sich mit ihrem Beitrag „Unsere Entscheidung: Mensch sein“ beim Video-Wettbewerb des TV-Senders The HISTORY Channel gegen 33 andere Projekte aus acht deutschen und zwei österreichischen Bundesländern durch.
Das Thema des zum 14. Mal ausgeschriebenen Awards lautete „Sei ein Mensch!“. Die Schirmherrschaft hatten Marcel Reif und Melina Hoischen („Miss History“) übernommen.
Bei der heutigen Preisverleihung im Rahmen des DOK.fest München erhielten die Schülerinnen und Schüler den HISTORY-AWARD von Miss History, der Geschäftsführerin des HISTORY Channels Kathrin Palesch und von Nina Eichinger, der Moderatorin der Veranstaltung.
Schirmherr Marcel Reif in einer Video-Botschaft: „Die Beiträge der Schülerinnen und Schüler machen deutlich: ‚Sei ein Mensch!‘ ist kein Satz aus der Vergangenheit, sondern ein Auftrag für heute.“
München, 12. Mai 2026 – Schülerinnen und Schüler der Realschule Himmelsthür in Hildesheim gewinnen den HISTORY-AWARD 2026. Mit ihrem fünfminütigen Beitrag „Unsere Entscheidung: Mensch sein“ über Menschlichkeit als bewusste Entscheidung für Solidarität, Respekt und Mitgefühl setzten sie sich beim Video-Wettbewerb des TV-Senders The HISTORY Channel gegen insgesamt 33 andere Projekte aus acht deutschen und zwei österreichischen Bundesländern durch. Das Thema des zum 14. Mal ausgeschriebenen Awards lautete „Sei ein Mensch!“ und rückte Menschlichkeit, Menschsein und Zusammenhalt in den Mittelpunkt.
Die aus dem niedersächsischen Hildesheim zur Preisverleihung im Rahmen des DOK.fest München angereisten Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 10 wurden am heutigen Dienstag in der Hochschule für Fernsehen und Film (HFF) von der Influencerin Melina Hoischen („Miss History“), die in diesem Jahr neben Marcel Reif die Schirmherrschaft übernommen hatte, sowie von der Moderatorin der Veranstaltung Nina Eichinger, von Kathrin Palesch, der Geschäftsführerin von Hearst Networks Germany, sowie weiteren Mitgliedern der HISTORY-AWARD-Jury Maya Reichert (DOK.education), Niko Lamprecht (Verband der Geschichtslehrerinnen und -lehrer Deutschlands e.V.), Prof. Dr. Johannes Moser (LMU München), Florian Kraus (Stadt München), dem Journalisten und Medienunternehmer Helmut Markwort und dem Historiker Dr. Sascha Priester geehrt. Zu prominenten Gästen der Preisverleihung zählten auch Michaela May und Rainer Langhans.
„Die 24 Teilnehmenden der Abschlussklasse der Realschule Himmelsthür in Hildesheim sehen und verstehen ihre Schule als Ort des Zusammenwachsens. Das, was sie auch nach der Schule verbindet, ist größer als das, was sie unterscheidet: das Menschsein. Die Schülerinnen und Schüler haben sich bewusst dazu entschieden, Verschiedenheit zu akzeptieren und wertzuschätzen. Die kreative Umsetzung überzeugt: Scharfkantige schwarze Worte auf weißem Papier, kalte Backsteinmauern, düstere Chatverläufe, gestaltet in schwarz-weiß, voller Beispiele subtiler und offener Ausgrenzungen – brandaktuell. Aber der Plot entwickelt sich in eine andere Richtung. Im Laufe des Films werden daraus freundliche, bunte, wohlmeinende und verbindende Nachrichten. Herkunft, Alter, Religion und Geschlecht spielen für menschliches Verhalten keine Rolle. In den letzten Einstellungen am Ende des Beitrags fährt die Kamera die 24 Teilnehmenden ab. Sie stehen Hand in Hand – ein starkes Symbol!“, so Helmut Markwort über den Gewinnerbeitrag. Moderatorin Nina Eichinger ergänzt: „Es ist bewegend zu sehen, wie persönliche Geschichten hier mit dem Thema in Verbindung gebracht wurden. Der Film zeigt auf, wie wir alle im Kleinen einen Unterschied machen können.“
Das Thema des bereits zum 14. Mal vom HISTORY Channel ausgerichteten Awards knüpfte an die von Marcel Reif am 31. Januar 2024 im Deutschen Bundestag vermittelte Botschaft „Sei ein Mensch!“ an, mit der Reif bei einer Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus an Mitgefühl, Haltung und Verantwortungsbewusstsein appellierte. Im Rahmen des HISTORY-AWARD 2026 waren junge Menschen eingeladen, in eigenen Filmbeiträgen zu zeigen, was Menschlichkeit für sie bedeutet – im Alltag, in der Gemeinschaft und mit Blick auf Geschichte und Zukunft. 313 Schülerinnen und Schüler haben insgesamt 34 Filmprojekte für den HISTORY-AWARD 2026 ins Rennen geschickt. Mit den zahlreich eingereichten Arbeiten verzeichnete der HISTORY Channel in diesem Jahr eine besonders hohe Beteiligung.
„Wenn Jugendliche erkennen, dass sie selbst mit ihren Ideen, mit ihrem Mitgefühl oder eben auch mit Kreativität Geschichte schreiben können, dann entsteht Begeisterung. Und ich glaube, Motivation entsteht auch, wenn man merkt, meine Stimme zählt. Das ist beim HISTORY-AWARD der Fall. Die eingereichten Filme zeigen eindrucksvoll, dass junge Menschen Geschichte heute weitererzählen, hinterfragen und mit ihrer eigenen Perspektive mitgestalten“, so Schirmherrin Miss History zum diesjährigen Award.
Marcel Reif, der aus Termingründen nicht vor Ort sein konnte, unterstrich in einer Video-Botschaft die besondere Bedeutung des diesjährigen Mottos: „Die Beiträge der Schülerinnen und Schüler machen deutlich: ‚Sei ein Mensch!‘ ist kein Satz aus der Vergangenheit, sondern ein Auftrag für heute – und sie geben darauf mutige, eigene Antworten. Mich hat tief beeindruckt, wie die Schülerinnen und Schüler das Thema aufgegriffen haben – persönlich, kreativ und mit einer Klarheit, die zeigt: Menschlichkeit beginnt im eigenen Handeln. In den Videos wird ‚Sei ein Mensch!‘ lebendig. Sie machen deutlich, wie wichtig es ist, nicht wegzusehen, sondern füreinander einzustehen.“
In die Top 3 des HISTORY-AWARD 2026 kamen neben den Hildesheimer Schülerinnen und Schülern auch Teams der Wilhelm-Leuschner-Schule Niestetal (Filmbeitrag „Häftling 1407 Stolperstein“, Platz 2) und der Mittelschule Kettenbrücke Innsbruck („WIR“, Platz 3).
Kathrin Palesch, Geschäftsführerin von Hearst Networks Germany, dankte bei der Veranstaltung in München allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern des HISTORY-AWARD 2026 und würdigte ihre Arbeiten: „Beim HISTORY Channel ist es unser Anspruch, Geschichte immer wieder neu zugänglich zu machen. Die Projekte der Schülerinnen und Schüler zeigen eindrucksvoll, wie viel Kraft darin liegt, historische Themen aus eigenen Blickwinkeln zu erzählen und in die Gegenwart zu holen. Die Bandbreite der eingereichten Videos hat mich besonders beeindruckt: so viele unterschiedliche Ansätze, Ideen und Perspektiven – und alle mit großem Engagement und persönlichem Einsatz umgesetzt.“
Die Gewinnerinnen und Gewinner des Video-Wettbewerbs wurden durch die Stimmen der Jury und durch ein Online-Voting ermittelt. Die Hildesheimer Schülerinnen und Schüler erhielten in München den HISTORY-AWARD in Form des Senderlogos überreicht. Zusätzlich waren die ersten drei Plätze mit von Vodafone gestifteten Preisgeldern dotiert.
Die Top 10 des HISTORY-AWARD 2026 zum Thema „Sei ein Mensch!“:
Der HISTORY-AWARD wird seit 2005 unter einem wechselnden Motto ausgeschrieben. Schülerinnen und Schüler aller Altersstufen und Schularten sind dazu eingeladen, sich mit dem vorgegebenen Thema in unterschiedlicher Art und Weise auseinanderzusetzen. Wichtig ist eine erkennbar innovative, kreative und/oder analytische Herangehensweise an einen Aspekt, der mit dem Award-Thema in Zusammenhang steht. Das gewählte Thema soll daraufhin filmisch umgesetzt werden. Das zentrale Ziel des HISTORY-AWARD ist die Anerkennung von aktiver und kreativer Auseinandersetzung mit einem geschichtlichen und gesellschaftlichen Thema in Form eines Videobeitrags.
Nina Eichinger, die dem HISTORY-AWARD seit Jahren verbunden ist, verstärkte in diesem Jahr neben ihrer Rolle als Moderatorin der Preisverleihung die hochkarätig besetzte Jury des Wettbewerbs. Diese setzt sich aus unterschiedlichen Expertinnen und Experten zusammen, neben Nina Eichinger sind dies Maya Reichert (DOK.fest und DOK.education), Prof. Dr. Eva Stadler (Hochschule der Medien Stuttgart), Kathrin Palesch, Sanna Stibitz (beide Hearst Networks Germany), Niko Lamprecht (Verband der Geschichtslehrerinnen und -lehrer Deutschlands e.V.), Prof. Dr. Johannes Moser (LMU München), der Leiter des Referats für Bildung und Sport der Landeshauptstadt München Florian Kraus, der Journalist und Medienunternehmer Helmut Markwort sowie der Historiker und Autor Dr. Sascha Priester.
Pressemitteilung: HISTORY-AWARD 2026: Mehr als 300 Schülerinnen und Schüler aus Deutschland und Österreich wetteifern um den ersten Platz – Online-Voting gestartet
hohe Beteiligung am HISTORY-AWARD 2026: 313 Schülerinnen und Schüler aus acht Bundesländern Deutschlands sowie aus zwei Bundesländern Österreichs setzen sich in insgesamt 34 Projekten filmisch mit dem Thema „Sei ein Mensch!“ auseinander. Nun startete das Online-Voting des vom HISTORY Channel ausgeschriebenen Videowettbewerbs. Details entnehmen Sie bitte der untenstehenden Pressemitteilung, die wir am Ende dieser Mail auch zum Download bereitgestellt haben. Dort finden Sie auch Bildmaterial.
Pressemitteilung
HISTORY-AWARD 2026: Mehr als 300 Schülerinnen und Schüler aus Deutschland und Österreich wetteifern um den ersten Platz – Online-Voting gestartet
Hohe Beteiligung am HISTORY-AWARD 2026: 313 Schülerinnen und Schüler aus acht Bundesländern Deutschlands sowie aus zwei Bundesländern Österreichs setzen sich in insgesamt 34 Projekten filmisch mit dem Thema „Sei ein Mensch!“ auseinander.
Die Gewinnerinnen und Gewinner des vom HISTORY Channel ausgeschriebenen Video-Wettbewerbs werden durch ein Online-Voting und die Stimmen einer Experten-Jury ermittelt.
Bis zum 5. April kann unter www.history-award.de für die Beiträge abgestimmt werden. Zu gewinnen gibt es eine GoPro Hero13.
Preisverleihung, moderiert von Nina Eichinger, am Dienstag, 12. Mai, im Rahmen des DOK.fest München
München, 12. März 2026 – 313 Schülerinnen und Schüler aus acht Bundesländern Deutschlands sowie aus zwei Bundesländern Österreichs haben insgesamt 34 Filmprojekte für den HISTORY-AWARD 2026 ins Rennen geschickt. Das Thema des bereits zum 14. Mal ausgerichteten Awards rückt Menschlichkeit, Menschsein und Zusammenhalt in den Fokus und knüpft an die von Marcel Reif am 31. Januar 2024 im Deutschen Bundestag vermittelte Botschaft „Sei ein Mensch!“ an, mit der Reif bei einer Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus an Mitgefühl, Haltung und Verantwortungsbewusstsein appellierte. Im Rahmen des HISTORY-AWARD 2026 waren junge Menschen eingeladen, in eigenen Filmbeiträgen zu zeigen, was Menschlichkeit für sie bedeutet – im Alltag, in der Gemeinschaft und im Blick in die Geschichte und auf die Zukunft. Mit den zahlreich eingereichten Arbeiten verzeichnete der HISTORY Channel in diesem Jahr eine besonders hohe Beteiligung.
Die Schirmherrschaft des HISTORY-AWARD 2026 haben Marcel Reif und die Influencerin Melina Hoischen („Miss History“) übernommen.
Soeben startete auf www.history-award.de das Online-Voting. Bis zum 5. April ist es dort möglich, die Beiträge der Schülerinnen und Schüler anzusehen und für sie abzustimmen. Unter allen Voting-Teilnehmern verlost The HISTORY Channel eine GoPro Hero13 Black Edition.
Am Dienstag, 12. Mai 2026, lädt The HISTORY Channel die Gewinnerinnen und Gewinner des HISTORY-AWARDS 2026 nach München ein. Dort erhalten sie den Preis im Rahmen der Preisverleihung in Form des Senderlogos. Zusätzlich sind die ersten drei Plätze mit von Vodafone gestifteten Preisgeldern dotiert. Das Event findet im Rahmen des DOK.fest München, Deutschlands größtem Dokumentarfilmfestival, in der Hochschule für Fernsehen und Film (HFF) statt und wird von Nina Eichinger moderiert.
Der Videowettbewerb wird unterstützt von GigaTV, dem TV-Angebot von Vodafone, dem Bildungs-portal DOK.education, dem Jugendmagazin web and school sowie dem Bayerischen Jugendring (BJR) und wird empfohlen vom Verband der Geschichtslehrerinnen und -lehrer Deutschlands e.V. (VGD).
Nina Eichinger, die dem HISTORY-AWARD seit Jahren verbunden ist, verstärkt neben ihrer Rolle als Moderatorin der Preisverleihung die hochkarätig besetzte Jury des Wettbewerbs. Diese setzt sich aus unterschiedlichen Expertinnen und Experten zusammen, neben Nina Eichinger sind dies Maya Reichert (DOK.fest und DOK.education), Prof. Dr. Eva Stadler (Hochschule der Medien Stuttgart), Kathrin Palesch, Sanna Stibitz (beide Hearst Networks Germany), Niko Lamprecht (Verband der Geschichtslehrerinnen und -lehrer Deutschlands e.V.), Prof. Dr. Johannes Moser (LMU München), der Leiter des Referats für Bildung und Sport der Landeshauptstadt München Florian Kraus, der Journalist und Medienunternehmer Helmut Markwort sowie der Historiker und Autor Dr. Sascha Priester.
Übersicht der teilnehmenden Schülergruppen und Projekte:
„Die Schmetterlinge des Gottfried Kirchbichler“, Volksschule Absam-Dorf (Österreich)
„Feliz Navidad“, John-F.-Kennedy-Schule Bad Vilbel
„Ein Mensch sein“, Fünf-Täler-Schule Bad Wildbad-Calmbach
„Feminismus“, Fünf-Täler-Schule Bad Wildbad-Calmbach
„Was bedeutet es, Mensch zu sein?“, Fünf-Täler-Schule Bad Wildbad-Calmbach
„Weihnachtsfrieden“, Fünf-Täler-Schule Bad Wildbad-Calmbach
„Sei ein Mensch“, Gustav-Stresemann-Gymnasium Bad Wildungen
„Sei ein Mensch“, Gymnasium Remigianum Borken
„Die Suche nach der Menschlichkeit“, Albert-Schweitzer-Gymnasium Erfurt
Der HISTORY-AWARD wird seit 2005 unter einem wechselnden Motto ausgeschrieben. Schülerinnen und Schüler aller Altersstufen und Schularten sind dazu eingeladen, sich mit dem vorgegebenen Thema in unterschiedlicher Art und Weise auseinanderzusetzen. Wichtig ist eine erkennbar innovative, kreative und/oder analytische Herangehensweise an einen Aspekt, der mit dem Award-Thema in Zusammenhang steht. Das gewählte Thema soll daraufhin filmisch umgesetzt werden. Dabei ist es egal, ob mit einer hochwertigen Kamera oder einfach dem Smartphone gefilmt wird. Das zentrale Ziel des HISTORY-AWARD ist die Anerkennung von aktiver und kreativer Auseinandersetzung mit einem geschichtlichen und gesellschaftlichen Thema in Form eines Videobeitrags. Zu prominenten Schirmherrinnen und Schirmherren des HISTORY-AWARDs der vergangenen Jahre gehörten bereits Ralph Caspers, Hans-Dietrich Genscher, Charlotte Knobloch, Dr. Auma Obama, Wladimir Kaminer, Cosma Shiva und Eva-Maria Hagen, Wigald Boning und Collien Fernandes.
Sitz: München | HRA München 84779 | pers. haft. Ges.: The History Channel (Germany) Holdings GmbH Sitz: München | HRB München 152421 | Geschäftsführerin: Kathrin Palesch
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Bildmotiv: Plakatmotiv zum HISTORY-AWARD 2026 (Copyright: The HISTORY Channel) History-Award_2026.jpg
Bildmotiv: Marcel Reif (Foto) und Melina Hoischen („Miss History“) haben die Schirmherrschaft des HISTORY-AWARD 2026 übernommen (Copyright: Marcel Reif). Portrait_Marcel_Reif-1.jpg
Bildmotiv: Marcel Reif und Melina Hoischen („Miss History“, Foto) haben die Schirmherrschaft des HISTORY-AWARD 2026 übernommen (Copyright: Melina Hoischen). Miss_History_1.jpg
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Die ZDF-Redaktion Zeitgeschichte hat mit der Jewish Claims Conference zusammen sehr alte Holocaustüberlebende vor die Kamera gebracht und letzte Zeugnisse noch lebender Zeitzeugen aufgenommen. Die VGD-Arbeitsgruppe hierzu hat Materialien zu vielen dieser Zeitzeugen erstellt, die jederzeit im Unterricht eingesetzt werden können.
Ein Portal des hessischen Kultusministeriums empfiehlt diese Materialien nun explizit für den Unterricht, siehe den untenstehenden Link.
Niko Lamprecht (VGD-Bundesvorsitzender): „Angesichts zunehmender oft problematischer Haltungen und Handlungen gegenüber jüdischen Mitmenschen ist es wichtiger denn je, hier zu informieren und die damals äußerst realen Folgen antisemitischer Haltungen zu thematisieren. Heutige Jugendliche tragen hier keinerlei Schuld, müssen aber zu ihrer Orientierung wenigstens grundlegende Kenntnisse zu Holocaust und Nationalsozialismus vermittelt bekommen. Man denke an folgendes Zitat: ´Wer sich der Geschichte nicht erinnert, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.` (G. Santayana)“
2025 wurde der Gedenk- und Erinnerungstag im Rahmen seiner 80. Wiederkehr größer begangen und diskutiert. Ein Jahr danach bleibt die Feststellung, dass sich an der Bedeutung dieses Tages und der Erinnerungsarbeit nichts geändert hat. Nur gibt es mittlerweile zunehmend Deutungskämpfe bzw. Umdeutungen, bei denen Fakten auf der Strecke bleiben können. Umso wichtiger ist ein werthaltiger, stattfindender und fest verankerter Geschichtsunterricht!
Gemeinsame Stellungnahme von VGD und VHD zum 80. Jahrestag der Befreiung 2025
Der 80. Jahrestag der Befreiung Deutschlands und Europas vom Nationalsozialismus ist untrennbar verbunden mit der kritischen Erinnerung an die Kapitulation des Deutschen Reiches und das Ende des Zweiten Weltkriegs. Aber die Zeitzeugen sterben, die kollektive Erinnerung verblasst, der Antisemitismus nimmt zu. Relativierung, Verharmlosung und Leugnung von NS-Verbrechen halten dieser Tage immer öfter Einzug in deutsche Klassenzimmer.
Die Vorsitzenden des deutschen Verbands der Geschichtslehrerinnen und -lehrer (VGD) und des Verbandes der Historikerinnen und Historiker Deutschlands (VHD) sehen dringenden Handlungsbedarf, um auch in der Zukunft das Wissen um diese Voraussetzungen unserer Demokratie in unserer Gesellschaft lebendig zu erhalten.
„Den Krieg hat doch Polen provoziert.“ – „Hitler und Stalin haben sich verstanden, die waren doch Sozialisten.“ – „Die Juden waren doch irgendwie mitschuldig.“ Solche und ähnliche Falschaussagen hört man in deutschen Klassenzimmern dieser Tage. Sie werden bedrohlich angesichts immer größerer Wissenslücken oder einer wachsenden Ablehnung junger Menschen, wenn es um die Bearbeitung der NS-Zeit und des Holocausts geht. Oft spielen dabei familiär-kulturelle Bindungen oder rechte Haltungen eine Rolle. Dazu ertönt auch politisch der Ruf, „es jetzt einmal gut sein zu lassen“ mit der NS-Zeit.
Leugnung oder Verharmlosung des Judenmords und Antisemitismus haben nach dem
7. Oktober 2023 nicht nur an Schulorten mit stark migrantischer Prägung Gehör und Zustimmung gefunden. Gleichgültigkeit, Unwissen sowie Fake News bei diesem Themenbereich sind der ideale Nährboden. Man glaubt Lehrkräften nicht mehr, historische Fakten oder mühsam zu erarbeitende Quellen zählen nicht – Blogger, Videos diverser zweifel- oder unzweifelhaft rechter Akteure übernehmen für viele Jugendliche mit ihren einfachen Botschaften und Bildern die Deutungshoheit.
Demokratiebildung in Deutschland kommt nicht ohne Kenntnis der NS-Zeit, des Zweiten Weltkriegs und seiner Folgen aus. Wir haben mit dem Grundgesetz für die Bundesrepublik ein Dokument vorliegen, in dem schon mit Artikel 1 die „Väter“ und „Mütter“ der Verfassung deutlich gemacht haben, dass sie Lehren aus der damals nahen und dunklen Vergangenheit ziehen wollten. Unsere Demokratie fußt auf der Verarbeitung dieser Vergangenheit und der Übernahme historischer Verantwortung. Die Wiederkehr von Diktatur, Angriffskrieg und Holocaust sollten 1949 verhindert werden. Und dieses Ziel ist auch heute noch aktuell.
Unsere Demokratie steht heute, 80 Jahre danach, wieder vor der Herausforderung, wie Geschichtskultur und kollektive Erinnerung dieser Aufgabe gerecht werden. Das betrifft nicht nur unsere Hochschulen und Schulen – und ist sicherlich nicht allein dort zu lösen. Aber gerade an Schulen besteht dringender Handlungsbedarf. Das hat auch die Kultusministerkonferenz erkannt. Deren Ständige Wissenschaftliche Kommission hat 2024 die Empfehlung formuliert, dass Demokratiebildung weit über die Fächer Geschichte oder Politik/Sozialkunde hinausgehen müsse. Zudem seien auch diese Fächer unbedingt zu stärken – und nicht gegeneinander ausspielbar.
Was schlagen VHD und VGD e.V. konkret vor?
Guten Unterricht: Wir müssen sicherstellen, dass Geschichte an Schulen ab 5. (oder 7.) Klasse durchgehend, zeitlich ausreichend und fachgebunden (nicht als „Verbundfach“) erteilt wird. Die Qualität des Unterrichts beginnt mit der angemessenen Fachausbildung der Lehrkräfte: es geht zentral darum, kritische Urteilsbildung und Bewertungskompetenz im Umgang mit Behauptungen über Schlüsselereignisse unserer Geschichte zu vermitteln.
Neue Wege: Wir brauchen neue Wege der Erinnerungskultur für Jugendliche. Die letzten Zeitzeugen sterben und wir sind gezwungen Alternativen zu entwickeln: Zum Beispiel mit sogenannten Zweitzeugen, den Nachkommen etwa von Nazi-Funktionen oder Holocaust- Opfern, die an Schulen gehen und deren Besuche staatlich gefördert werden. Gleichfalls brauchen wir digitale Zeugnisse von Zeitzeugen und Zeitzeuginnen oder andere anschauliche Dokumentationen der kritischen Ereignisse, die mit Unterrichtsmaterial unterfüttert werden.
Erinnerungsorte aufwerten: Wir brauchen endlich Rückenwind – aber keine Pflicht – für Gedenkstättenbesuche oder historische Exkursionen. Wir appellieren an die neue Bundesregierung mit ihrem Koalitionsvertrag Ernst zu machen und durch konkrete Angebote und Maßnahmen, wie vereinbart, solche Besuche verstärkt zu ermöglichen. Die vielen Hindernisse für Genehmigungen und Organisation müssen beseitigt, eine einfachere finanzielle Unterstützung (Gutscheinsystem) organisiert werden. Dies würde die Besuche und den Kontakt mit der real sichtbaren Geschichte erleichtern.
Handlungssicherheit und Sprechfähigkeit gegenüber populistischen und rechtsextremen Äußerungen stärken: Sowohl in der Gesellschaft als auch an Hochschulen und Schulen werden wir immer häufiger mit „Stammtischparolen“ und tendenziösen Äußerungen konfrontiert. Dem sehen sich insbesondere auch Lehrkräfte in Bildungseinrichtungen ausgesetzt. Um adäquat reagieren und argumentativ begegnen zu können, sind gezielte Sensibilisierungs- und Schulungsmaßnahmen notwendig, aber auch eine klare Rückendeckung im Konfliktfall.
80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und der Befreiung Europas und Deutschlands vom Faschismus wird Erinnerung zu einer großen Anstrengung. Wir müssen uns dieser Aufgabe stellen!
Der VGD hat mit seiner AG Medien zahlreiche Geschichtsformate auf „ZDF goes Schule“ didaktisiert – nun werden Vorschläge für herausragende Lehrkräfte in diesem Bereich von „Medien u. Demokratie“ gesucht.
Der Deutsche Lehrkräftepreis wird in dieser Wettbewerbsrunde auch einen Sonderpreis „Medien und Demokratie“ vergeben – zusammen mit dem neuen Förderpartner „ZDF goes Schule“, der Bildungsinitiative des ZDF. Damit soll die Bedeutung von Medienbildung und demokratischer Kompetenz im Schulkontext gezielt gestärkt werden. Ausgezeichnet werden Lehrkräfte für schulische Projekte, die die Meinungs-, Medien- und Demokratiebildungskompetenz fördern. Diese sollen junge Menschen befähigen, sich faktenorientiert zu informieren, kritisch zu hinterfragen, reflektiert zu urteilen, Haltung zu entwickeln und Verantwortung für sich selbst, Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft zu übernehmen. Demokratie soll als aktive Gestaltungsaufgabe in Schule und Unterricht erlebbar gemacht werden.
Bis zum 30. Juni 2026 können Schülerinnen und Schüler der Abschlussjahrgänge 2025/2026, Lehrkräfte-Teams und Kollegien Vorschläge und Bewerbungen unter www.lehrkraeftepreis.de einreichen.
Der „Deutsche Lehrkräftepreis“ wird vom Deutschen Philologenverband (DPhV) und der Heraeus Bildungsstiftung veranstaltet und nun in vier Kategorien vergeben: In der Kategorie „Ausgezeichnete Lehrkräfte“ werden besonders engagierte und geschätzte Lehrkräfte gesucht, die sich für ein verantwortungsvolles Miteinander in der Schule einsetzen. Für die Kategorie „Unterricht innovativ“ des Wettbewerbs können Lehrkräfte aus dem Sekundarbereich deutscher Schulen (auch im Ausland) ihre zukunftsweisenden Unterrichtsvorhaben einreichen. Die Kategorie „Vorbildliche Schulleitung“ bietet Kollegien aller Schularten die Möglichkeit, ihre engagierten Schulleitungen zu nominieren. In der Kategorie „Starke Grundschule“ können sich Grundschullehrkräfte mit ihren Unterrichtskonzepten und Lehr- und Lernvorhaben bewerben. Darüber hinaus werden zwei Sonderpreise vergeben: Neben dem neuen Sonderpreis „Medien und Demokratie“ lobt der Cornelsen Verlag den Sonderpreis „Umwelt und Nachhaltigkeit“ aus. Bei allen Einreichungen gibt es keine fachliche Beschränkung und sie sind aus allen allgemein- und berufsbildenden Schulen in Deutschland sowie deutschen Auslandsschulen willkommen.
Über die Auswahl der Preisträgerinnen und Preisträger entscheidet nach einer intensiven Gutachterphase eine hochkarätig besetzte Jury. Die Preisgelder sind zweckgebunden und sollen für Projekte im Unterricht verwendet werden, dazu gehört auch ein jährliches Exzellenzcamp sowie ein Alumni-Netzwerk. Förderpartner der Wettbewerbsrunde 2026 sind der Cornelsen Verlag, die Schöpflin Stiftung und ZDF goes Schule. Schirmherrin ist Karin Prien, Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
die Geschichte der Teilung und Einheit Deutschlands und die Funktionsweisen von Diktaturen für junge Menschen greifbar zu machen, bleibt eine zentrale Herausforderung schulischer und politischer Bildung. Gerade abstrakte Begriffe wie Macht, Kontrolle oder fehlende Freiheit erschließen sich oft erst dann, wenn Schülerinnen und Schüler eigene Zugänge entwickeln können.
Warum sind die Menschen am 17. Juni 1953 auf die Straße gegangen und haben protestiert? Was führte zum Mauerbau vor genau 65 Jahren am 13. August 1961 und mit welchen Folgen war die Teilung verbunden?
Interaktive Formate, die zum Mitdenken, Ausprobieren und Reflektieren anregen, bieten besondere Chancen zum Verständnis. In diesem Newsletter stellen wir Ihnen entsprechende Angebote vor und geben Impulse, wie Sie Ihren Unterricht im neuen Schuljahr lebendig gestalten können.
Wir wünschen wie immer viel Spaß beim Lesen unseres Newsletters. Ihr Team Schulische Bildung
Veranstaltung in Bonn zum Tag der Demokratiegeschichte
Fotos: v.d.Heyde (ZDF, freigegeben) und Herms (HdG, freigegeben)
Kein gesetzlicher Feiertag, aber ein Tag zum positivem Erinnern. Niko Lamprecht war aus diesem Anlass am 18.3. in Bonn, um für den VGD bei einer Veranstaltung im Haus der Geschichte (HdG) mitzuwirken, bei der das HdG, das ZDF und die Initiative „Orte der Demokratiegeschichte“ zusammenwirkten. Der mit dem Thema verbundene und dort in Auszügen wieder gezeigte ZDF-Film „Stationen der Freiheit“ wurde für die von ca. 170 Schülerinnen und Schülern und ihren Lehrkräften besuchte Veranstaltung als Header benutzt und mit Videoauszügen zu Demokratieorten (z.B. Hambacher Schloss) verknüpft. Bezugspunkt: Bundespräsident Steinmeier forcierte die Begründung eines „Tags der Demokratiegeschichte“, der an verschiedene Knotenpunkte der Geschichte erinnert (s. https://tag-der-demokratie-geschichte.de/#ueber ) und 2026 wieder an vielen Orten Veranstaltungen anbot. Zusammen mit der Stiftung „Orte der Demokratiegeschichte“ möchte Steinmeier seit 2021 den positiv erinnernden Blick auf die Geschichte unserer Demokratie fördern. Diese Demokratie wurde – nach dem Versuch von 1848 – bekanntlich 1918/19 mühsam erkämpft, 1933 verloren und erst 1948/49 (im Westteil Deutschlands, insgesamt erst 1989/90) wieder erlangt. Trotz aller möglichen Kritikpunkte zu aktuellen Entwicklungen bleibt die Feststellung, dass die Bundesrepublik seit 1948/49 ein Leben in Freiheit und relativer Sicherheit gewährt.
Die Nachmittagsveranstaltung wurde von Mirko Drotschmann („MrWissen2go“) moderiert, der zuvor für etliche Selfies herhalten musste. Bei der Veranstaltung selbst wirkten als Impulsgeber Stefan Brauburger (Leiter Redaktion Zeitgeschichte beim ZDF), David Barth (Stiftung Orte der Demokratiegeschichte) und Niko Lamprecht mit. Letzterer erläuterte die Lehrkraftperspektive auf Exkursionen und Erinnerungsorte, die „als Sahnehäubchen“ und wichtige Unterrichtsergänzung anzusehen seien, aber durchaus Organisationsaufwand und manchmal Frustrationserlebnisse (aufgrund von Nichtgenehmigungen, Geldmangel o.ä.) bedeuten. Der VGD wünscht sich hier eine Bürokratieentlastung und ein einheitliches Fördersystem, damit Schulen proaktiv ein Budget erhalten, aus dem dann – ohne viele Anträge, Finanzengpässe etc. – gewollte Gedenkstättenbesuche oder historisch-politische Exkursionen bedient werden können. Die Schülerschaft rief er auf, dem Thema Demokratiegeschichte Aufmerksamkeit zu widmen: „Ihr seid die Zukunft in unsicheren Zeiten, nutzt geschichtliche Orte dieser Art, überprüft Eure eigene Verortung und den Wert von Demokratie!“ Markus Rindt wiederum trat als Zeitzeuge der DDR-Wendezeit auf und konnte authentisch von seiner Flucht aus der DDR über die Prager Botschaft im Oktober 1989 berichten: „Ich wollte nur Freiheit, alles andere war mir egal“.
Dem Haus der Geschichte ist für seine Gastfreundlichkeit sehr zu danken!
Propaganda und Geschichstrevisionismus auf der Spur
Das Netzwerk für historisch-politische Bildung »Un-Verfälscht« nimmt Propaganda und Geschichtsrevisionismus in Vergangenheit und Gegenwart in den Blick.
Am 5.3.26 konstituierte sich in Jena der neue Landesverband mit dem neuen Vorsitzenden Georg Zesewitz. Wir danken Frau Prof. John von der Universität und Frau Deparade vom ThiLLM für die Unterstützung. Weiterer Bericht siehe:
„Alles bleibt anders“ – Die Geschichtsmesse in Suhl 2026 beleuchtet die Erinnerungskultur im Wandel und die Herausforderungen der Transformationsgeschichte
Vom 26. bis 28. Februar 2026 fand im Ringberghotel in Suhl die 18. Geschichtsmesse der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der DDR-Diktatur statt. Das diesjährige Motto lautete: „Alles bleibt anders. Transformationserfahrungen seit 1989/90“.
Ausgestellte Simson‑Schwalbe als ‚erster Simson‑Vogel‘ in einer humorvollen Käfig‑Installation
Den Eröffnungsvortrag der Geschichtsmesse hielt Basil Kerski, Präsident des Hauses der Geschichte Nordrhein-Westfalen. Der deutsch-polnische Politikwissenschaftler diskutierte mit dem Thüringer Ministerpräsidenten Mario Voigt zum Thema „Transformation als Chance für die Demokratie“.
Das dreitägige Forum bot Gelegenheit, sich über neue Ausstellungen, Jugendprojekte, Veranstaltungen, Multimediaprojekte und Publikationen zu informieren. Im Rahmen der parallelen Projektpräsentationen wurden aktuelle Vorhaben vorgestellt. Der Verband der Geschichtslehrerinnen und -lehrer (VGD) konnte sich auf dem „Markt der Möglichkeiten“ präsentieren.
Auf vielfachen Wunsch gab es in diesem Jahr auch erstmals ein Exkursionsprogramm in Suhl. Neben Stadtrundfahrten und -spaziergängen wurden Führungen durch das Waffen- und Fahrzeugmuseum sowie das „Haus der Geschichte Suhl“ (ehemaliges Kulturhaus) und das Neue Rathaus (ehemaliges Haus der SED-Bezirksleitung) organisiert.
Die Messe bot neben den Vorträgen, Panels und Diskussionen genügend Zeit, um bestehende Kontakte (Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte, Stiftung Aufarbeitung u.v.m.) pflegen und zu vertiefen sowie neue zu knüpfen. Insbesondere wurde der Kontakt zu thüringischen Kolleginnen und Kollegen gesucht, um neue Mitglieder für den Landesverband zu gewinnen.
An der Goethe-Universität trafen sich Vorstand und Ausschuss des VHD unter Leitung von Prof. Antje Flüchter. Auf der umfänglichen Tagesordnung standen auch den Schulbereich betreffende Punkte, man besprach z.B. ein KMK-Papier zur Gedenkarbeit oder auch die Entwicklungen in Berlin, Schleswig-Holstein und Niedersachen. Die hier erfolgten Absprachen und (für Berlin und Schleswig-Holstein) Erfolge wurden gewürdigt („Was an den Schulen passiert, betrifft dann auch uns!“ A. Flüchter). Niko Lamprecht nahm für den VGD teil und bedankte sich für die gute Kooperation.
Schulkinofilm: Das Ungesagte – Mitläuferinnen im Nationalsozialismus erzählen* Ein Dokumentarfilm über Erinnerung, Verdrängung und Verantwortung
Wie leben Menschen mit der eigenen Rolle im NS-Regime – als Mitläuferinnen, Mitläufer, Wegsehende, Unterstützende? Der preisgekrönte Dokumentarfilm Das Ungesagte von Patricia Hector und Lothar Herzog gibt jenen eine Stimme, die jahrzehntelang schwiegen. Er zeigt, was gesellschaftliches Schweigen mit Erinnerungskultur und Verantwortung heute zu tun hat – und warum das Gespräch darüber befreiend wirken kann.
Ausgezeichnet und empfohlen – Bester Dokumentarfilm beim Hofer Filmfestival 2025 – Empfohlen von der Bundeszentrale für politische Bildung (kinofenster.de) – In Kooperation mit Stiftung EVZ, Topographie des Terrors Berlin u.a. – Mit Unterrichtsmaterial des Verbands der Geschichtslehrerinnen und -lehrer Deutschlands
Einsatz im Unterricht Der Film eignet sich besonders für den Geschichts- und Sozialkundeunterricht ab Klassenstufe 9. Er eröffnet Gespräche über moralische Verantwortung, Gruppendruck und die Haltung der „Mehrheitsgesellschaft“ im Nationalsozialismus – mit aktuellem Bezug zu Erinnerungskultur und Zivilcourage.
Schulkino-Vorführungen Schulkinos können den Film direkt über örtliche Kinos buchen (Eintritt meist ca. 5 € pro Schüler*in). Auf Wunsch kann das Regieduo via Zoom im Anschluss für ein Filmgespräch zugeschaltet werden.
„Das Ungesagte“ zeigt, dass das Sprechen über das Unsagbare nicht spaltet, sondern befreit – individuell wie gesellschaftlich. (Naika Foroutan, Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung)
Ausgewählte Zitate von Lehrkräften zu Film und Workshops:
„Der Film ist [zur Verwendung im Schulunterricht] hochgeeignet: Er bringt die Vergangenheit den Schülern sehr persönlich nah.“
(Dr. Helge Schröder, Geschichtslehrer)
„Der Film ist für die pädagogische Arbeit mit Schüler*innen ab Klasse 10 sehr gut geeignet.“
(Dr. Gundula Caspary, Geschichtslehrerin)
„Die Schülerinnen und Schüler haben den Film sehr konzentriert verfolgt, trotz der beträchtlichen und für die SuS ungewohnten Länge. Der Film fand einhellig sehr guten Anklang, hat viele nachdenklich gemacht. Den Film halte ich für geeignet ab der Jgst. 9; gerade für die Jgst. 10 fand ich ihn absolut passend.“
Die vom VGD vehement kritisierte Streichung in der E-Phase wurde vom Ministerium mit beiliegender Erklärung zurückgenommen. Wir begrüßen diese Einsicht. – Der Verband hat auch auf vielen Wegen gegen die Kürzungspläne argumentiert und protestiert, wir danken allen unterstützenden Kräften und dem Landesverband mit Annabel Wohlfahrt für den Einsatz. Niko Lamprecht als Bundesvorsitzender: „Wir begrüßen die Einsicht des Ministeriums, hoffen aber für andere Bundesländer sehr, dass die Verbandsbeteiligung und ergiebige Anhörung von Argumenten stattfindet, bevor solche Kürzungspläne im Bereich eines Faches mit demokratieförderndem Anspruch veröffentlicht werden.“
Nun hoffen wir auch auf eine Einsicht in Niedersachsen (wir berichteten).
Mit einem neuen Maßnahmenpaket „Stark von Anfang an: Mit bester Bildung und Betreuung“ will Schleswig-Holstein die Unterrichtsversorgung an Gemeinschaftsschulen und Gymnasien deutlich verbessern. Rund 20 Millionen Euro sollen ab dem Schuljahr 2026/27 in zusätzliche Lehrkräftestellen und die Gründung eines landesweiten „Azubiwerkes“ fließen.
Kern des Pakets ist die Aufstockung um 254 zusätzliche Lehrkräfte, davon 200 für die Sekundarstufe I, wodurch die Unterrichtsversorgung an allen weiterführenden Schulen auf 103 Prozent steigen soll. Diese Reserve für Vertretungsunterricht soll den Unterrichtsausfall in der Mittelstufe spürbar reduzieren und zugleich mehr gezielte Förderung, etwa Doppelbelegungen im Unterricht oder zusätzliche Angebote zur Abschlussvorbereitung, ermöglichen. Alle Schulen sollen künftig über ein verbindliches Vertretungskonzept verfügen.
Bemerkenswert aus fachdidaktischer Perspektive ist, dass die Oberstufenverordnung der elften Jahrgangsstufe unverändert bleibt. Nach der Verbändeanhörung hält das Bildungsministerium an der bisherigen Stundenzahl der gesellschaftswissenschaftlichen Fächer Geschichte, Religion/Philosophie sowie der weiteren Fremdsprache fest und verweist damit ausdrücklich auf die Bedeutung dieser Fächer in „gesellschaftlich herausfordernden Zeiten“. Für Geschichtslehrkräfte ist dies ein wichtiges bildungspolitisches Signal für die Stabilität ihres Faches in der gymnasialen Oberstufe.
Mit dem geplanten „Azubiwerk“ setzt das Land zudem ein Zeichen für die Gleichwertigkeit beruflicher und akademischer Bildung. Das neue Angebot soll Auszubildenden bezahlbaren Wohnraum, finanzielle Unterstützung und Beratungsangebote sichern; dafür sind jährlich sieben Millionen Euro vorgesehen. Ziel ist es, die Rahmenbedingungen für Berufsschülerinnen und -schüler spürbar zu verbessern und die berufliche Bildung im Wettbewerb mit dem Studium zu stärken.
VHD-Angebot: Abiturpreis Geschichte für Jahrgangsbeste / Informationen zur Anmeldung
Eine gute – noch nicht so alte und von uns angeregte – Tradition wird fortgeführt, s. Anschreiben und Informationen zur Anmeldung. Dies gibt die Chance einer besonderen Würdigung für erfolgreiche Leistungen im Fach Geschichte – und den Fachschaften Geschichte an Schulen ein zusätzliches „Standing“.
Der VGD hat sich schon länger dieses Angebot gewünscht und dankt dem VHD sehr für die Umsetzung desselben!
„Das stille Verschwinden des Geschichtsunterrichts“ – DIE WELT 12.2.26
shutterstock / Symbolbild
In einem Essay in der Tageszeitung DIE WELT warnt Christine Brinck vor einem „stillen Verschwinden“ des Geschichtsunterrichts an deutschen Schulen. Sie kritisiert, dass Geschichte in einigen Bundesländern mit zu wenigen Wochenstunden auskommen muss, teilweise von fachfremden Lehrkräften unterrichtet wird und in der Oberstufe sogar zum bloßen Wahlfach herabgestuft werden soll. Aus ihrer Sicht gehört Geschichte als zentrales Fach in den Stundenplan, weil nur so demokratische Strukturen, Diktaturen und aktuelle Konflikte – von NS-Zeit und DDR über den Nahen Osten bis zum Krieg gegen die Ukraine – verstanden werden können. Brinck plädiert für einen analytischen, quellenorientierten Geschichtsunterricht, der Fakten klärt, Manipulationen erkennbar macht und jungen Menschen hilft, Fake News und ideologische Deutungen zu durchschauen. Sie schließt mit der Forderung, Geschichte mit ausreichend Zeit und qualifizierten Lehrkräften auszustatten: Schülerinnen und Schüler brauchen Geschichte – und gute Geschichtslehrkräfte.
Der Geschichtslehrerverband teilt diese Einschätzung und setzt sich deshalb entschieden für eine starke Verankerung des Faches, verlässliche Stundenzahlen und gute Ausbildungsbedingungen für Geschichtslehrkräfte ein.
Der vollständige Beitrag ist online bei DIE WELT abrufbar und liegt dort hinter einer Bezahlschranke.
Der Verband der Geschichtslehrkräfte Schleswig-Holstein (VGD SH) nimmt Stellung zur geplanten Änderung der Oberstufenverordnung (OAPVO) und wendet sich gegen die vorgesehene Kürzung des Geschichtsunterrichts. Die Stellungnahme betont die zentrale Rolle des Faches Geschichte für historische Orientierung, demokratische Urteilsbildung und die Fähigkeit, Desinformation kritisch zu begegnen. Kritisiert werden insbesondere die einseitige Verschiebung zugunsten politik- und wirtschaftswissenschaftlicher Deutungsmuster sowie die organisatorischen und qualitativen Folgen für Unterricht, Prüfungsvorbereitung und Lehramtsausbildung. Der VGD SH appelliert an das Ministerium, die Kürzungspläne zu revidieren und die gesellschaftswissenschaftliche Bildung in ihrer Vielfalt zu stärken.
In Schleswig-Holstein gibt es leider auch eine massive Verschlechterung: Geplant ist eine einstündige Oberstufe im E-Jahrgang. Wie das umgesetzt wird, ist noch unklar und den Schulen überlassen. Es könnte vielleicht sein, dass dann ein
Halbjahr Geschichte unterrichtet wird und ein Halbjahr nicht. Die Folgen kann selbst ein Laie schnell vermuten, fraglich ist, wie der Anschluss für die Themen der Q-Phase geschaffen werden soll – es sei denn, man geht von thematischer Beliebigkeit aus und gibt Tiefenschärfe u. Chronologie auf.
Der Landesverband des VGD hatte bis Anfang Dezember die Möglichkeit, eine Stellungnahme hierzu an das Ministerium zu schicken (s. Anhang).
Zudem haben Kollegen des Gymnasiums Heide-Nord eine Petition im Landtag eingereicht, um die Stundenkürzung zu verhindern:
Dort waren sich alle Beteiligten einig, dass eine „Schaukelpolitik“ (Kürzung in Geschichte kommt Politik zugute oder andersherum) grundfalsch wäre. Genau dies scheint jetzt aber hier vorzuliegen. (Niko Lamprecht, Bundesvorsitzender)
Band 1 des Schulbuchs deutsch-russische Geschichte ist veröffentlicht.
1900-1925: Zwischen Revolution und Reform. Vom Zarenreich zur Sowjetunion
Deutsch-russische Geschichte Band 1 in russischer Übersetzung Nun ist Band 1 auch in russischer Übersetzung verfügbar. Flyer und Gesamtband stehen zum Download bereit:
Zum 15. Mai 2025 erscheint Band 1 der deutsch-russischen Schulbuchreihe aus einer Kooperation des Verbands der Geschichtslehrerinnen und -lehrer Deutschlands e.V. (VGD) mit dem Nordost-Institut der Deutschen Sektion der deutsch-russischen Geschichtskommission (DRGK) und des Leibniz-Institut für Bildungsmedien | Georg-Eckert-Institut (GEI).
Der Bedarf an einer fundierten Auseinandersetzung mit der Geschichte Russlands ist durch den russischen Angriffskrieg (2014 ff.) gegen die Ukraine und die damit einhergehende Instrumentalisierung ausgewählter historischer Ereignisse besonders im Geschichtsunterricht gestiegen.
Die o.g. Partner tragen mit ihren jeweiligen Kompetenzen dazu bei, dass die Unterrichts-materialien historisch fundiert und nach aktuellen didaktischen Standards erstellt werden und direkt im Unterricht eingesetzt werden können.
Durch das Aufzeigen historischer Alternativen und demokratischer Ansätze soll das Narrativ eines autoritären russischen „Sonderwegs“ kritisch reflektiert bzw. in Frage gestellt werden.
Auf quellenkritischer Grundlage analysieren und beurteilen die Lernenden – geleitet von unterschiedlichen Fragestellungen – gemeinsame Darstellungstexte, unterschiedliche Narrative und diskrepante Perspektiven.
Folgende Aspekte werden dabei berücksichtigt: vertiefte Auseinandersetzung mit der Geschichte Russlands in ihren internationalen Verflechtungen; Demokratisierungsprozesse im Konflikt mit traditionellen Herrschaftsstrukturen; die Rolle der deutschen Bevölkerungs-gruppen und der deutsch-russischen Beziehungen.
Band 1 bietet: eine multiperspektivische und problemorientierte Konzeption; sofortige Erschließungsimpulse zu den Quellen und Darstellungstexten; eine Vielzahl kompetenz- und anforderungsorientierter Arbeitsauftrage zu den Materialien.
Seit vielen Jahrzehnten erstellt der VGD e.V. differenzierte Materialien für den Geschichts-unterricht, bspw. für das ZDF und den Wochenschau-Verlag.
Das Team für Band 2 traf sich am 26. April 2025 in Hamburg – in der Helmut-Schmidt-Bundesstiftung
(v.l.n.r.: Ines Stelljes, Peter Stolz, Hans-Christian Petersen, Helmut Schmidt, Helge Schröder, John Borrmann, Peter Tauber)Weiterlesen →
81 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz wird deutlich, dass dieses Thema kaum noch von Überlebenden thematisiert werden kann. Es wird ebenso fast täglich deutlich, dass dies auch an Deutschlands Schulen ein Problem bzw. ein Manko ist, da Antisemitismus und eine schwindende Erinnerung an den Holocaust bzw. sogar die Relativierung desselben zunehmen – aus ganz unterschiedlichen Gründen.
Der VGD mit seinen zahlreichen Mitgliedern arbeitet an vielen Schulen daran, dass das Erinnern an diesem Tag des Gedenkens nicht zur hohlen Floskel wird. Tagtäglich müssen im Unterricht des Faches Geschichte Fakten erarbeitet werden, entsprechend Lehrplan in bestimmten Jahrgangsstufen auch zum Themenkreis NS-Geschichte und Holocaust. Besonders bei diesem Themenkreis wäre Verschweigen und Vergessen ein großes Problem – oder gemäß Santayana sogar eine Drohung: „Wer sich der Geschichte nicht erinnert, ist dazu verurteilt, sie zu wiederholen“ (G. Santayana). Der VGD fordert in diesem Zusammenhang Rückendeckung von vorgesetzten Behörden, wenn Lehrkräfte im Geschichtsunterricht Haltung zeigen und Konflikte entstehen. Er fordert auch eine einfachere Bezuschussung von Gedenkstättenfahrten zu Orten der Erinnerung, möglichst einheitlich und per abrufbarem Budget für jede Schule mit Sekundarstufe I oder II. Wir fordern dies seit einiger Zeit, besonders mit Blick auf die Themen NS- und DDR-Geschichte, siehe z.B. 25.5.2024 Erkner: Resolution und Plenum zum Umgang mit DDR-Geschichte und mit Gedenkstättenarbeit – Verband der Geschichtslehrerinnen und -lehrer Deutschlands e.V. – 27.1.2026, Niko Lamprecht, Bundesvorsitzender
Bundespräsident Steinmeier formuliert hierzu:
ImInterview in der Sendung „ARD extra“richtete sich der Bundespräsident am Abend an alle Jüdinnen und Juden in Deutschland: Ihr seid ein Teil von uns. Deutschland ist nur ganz bei sich, wenn sich Jüdinnen und Juden in unserem Land sicher fühlen können. Dem Antisemitismus dürfe kein Raum gegeben werden, so der Bundespräsident: Jetzt ist Haltung und Handeln gefragt!
Anm.: Der VGD bearbeitet dieses Thema seit Jahrzehnten, nähere Infos siehe unsere Website. Als Beispiel für moderne und videounterlegte Möglichkeiten der unterrichtlichen Thematisierung hier ein Beitrag von VGD und ZDF, der online abrufbar ist:
Senatorin nimmt für Berlin geplante Streichung der Oberstufen-Belegpflicht zur DDR-Geschichte zurück
Stellungnahme Landesverband Berlin Der VGD-Landesverband Berlin hat mit Unterstützung durch den Bundesvorsitzenden im Nachgang zur Debatte um den Stellenwert der DDR-Geschichte an Berliner Oberstufen eine weitere Stellungnahme geschrieben. Wir hoffen künftig auf stärkeren Einbezug vor etwaigen Umstellungen im Fach Geschichte.
Offener Brief zum Thema Geschichte in der Oberstufe in Berlin VGD und BStA haben zusammen ein Schreiben formuliert, mit dem sie eindringlich den verbindlichen Erhalt demokratiegeschichtlich wichtiger Inhalte bzw. Belegpflichten fordern. Den Wortlaut findet man hier:
Großer Erfolg des VGD: Senatorin nimmt für Berlin geplante Streichung der Oberstufen-Belegpflicht zur DDR-Geschichte zurück
Einen besonderen Erfolg hatte der von BStA, VGD-Bundes- und VGD-Landesverband unterschriebene „Offene Brief“ an die Berliner Bildungssenatorin. Nach sehr umfänglicher Berichterstattung in den Medien (s.u.), die dem Berliner Senat u.a. „Geschichtsvergessenheit“ (FAZ) vorwarfen, lenkte Senatorin Günther-Wünsch nach kurzer Zeit (am 16.1.26) ein. Die Kernthemen NS-Zeit und DDR-Geschichte bleiben mit zwei Kurshalbjahren Pflichtstoff in der Oberstufe! Mit dem gesamten Tableau zur Oberstufe (und der Gesamtsituation des Faches in Berlin) ist der VGD Berlin nach wie vor nicht zufrieden, aber so habe man wenigstens einen „Minimalkonsens“ (Lea Honoré, Landesvorsitzende) zur Oberstufe erreicht. Der Bundesvorsitzende Niko Lamprecht wertet das Einlenken des Senats als sehr gutes Zeichen: „Wir müssen unsere Anliegen engagiert einbringen und gut flankieren – mit beharrlicher Argumentation und Herzblut kann man doch Dinge bewegen. Im rbb-Radiobeitrag vom 16.1.26 wurde dies sogar mit dem alten Spruch „Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt“ kommentiert – jedenfalls ist dem Berliner Landesverband und der Bundesstiftung Aufarbeitung mit Frau Dr. Kaminsky sehr für diese konzertierte Aktion zu danken. – Wir werben nun bei Lehrkräften für das Fach Geschichte um weitere Unterstützung des Verbandes – treten Sie bei, stärken Sie unsere Anliegen.„ – Unter den Medienlinks findet man das Statement der Senatsverwaltung vom 16.1.26.
„Berlin ist als ehemals geteilte Stadt in besonderer Weise mit der Geschichte der deutschen Teilung und Wiedervereinigung verbunden. Die Vermittlung dieser historischen Zusammenhänge ist ein fester Bestandteil des Geschichtsunterrichts und wird auch weiterhin im neuen Rahmenlehrplan berücksichtigt.
Vor diesem Hintergrund hat die Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, Katharina Günther-Wünsch, den offenen Brief zur geplanten Ausgestaltung der Belegverpflichtung im Fach Geschichte in der gymnasialen Oberstufe, zur Kenntnis genommen. Die darin angesprochenen Punkte wurden zum Anlass genommen, die vorgesehenen Regelungen gemeinsam mit der Fachpraxis einzuordnen und ihre Umsetzung zu präzisieren.
In einem fachlichen Austausch am heutigen Tag verständigten sich Senatorin Günther-Wünsch und die Vorsitzende des Berliner Landesverbands der Geschichtslehrerinnen und -lehrer auf eine Konkretisierung der Belegverpflichtung unter Berücksichtigung rechtlicher wie schulorganisatorischer Rahmenbedingungen.
Es gilt, dass alle Schülerinnen und Schüler verpflichtend die Kurshalbjahre Q2 (Weimarer Republik und Nationalsozialismus) sowie Q3 (Welt nach 1945) belegen. Damit bleibt die Behandlung zentraler Kapitel der deutschen Geschichte, einschließlich der Zeit nach 1945 und somit der deutschen Teilung, verbindlicher Bestandteil des Geschichtsunterrichts in der gymnasialen Oberstufe.
In Kursen, in denen Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlicher Belegdauer (zwei oder vier Semester) gemeinsam unterrichtet werden, wird die zeitliche Zuordnung der Inhalte des neuen Rahmenlehrplans Geschichte flexibler gestaltet. Konkret bedeutet dies: Im ersten Jahr der Qualifikationsphase werden die Themen der Kurshalbjahre Q2 und Q3 behandelt. Im zweiten Jahr folgen die Inhalte der Kurshalbjahre Q1 (Umbrüche und Revolutionen) sowie Q4 (Erinnern und Gedenken).
Die Verordnung über die gymnasiale Oberstufe (VO-OG) wird entsprechend präzisiert.
Die wachsende Distanz zur Geschichte der Jahre 1933-1945 wird bekanntlich zu einem starken Vermittlungsproblem, verstärkt durch digital „gespreadete“ Fake News, den gesellschaftlichen Wandel und aktive Geschichtsverdrehungen extremistisch aufgestellter Personen.
Für Holocaustüberlebende muss es ein schwer zu ertragendes Erlebnis sein, wenn der Holocaust oder die Folgen von Fremdenhass geleugnet oder relativiert werden. Leon Weintraub feiert am 1.1.2026 seinen 100. Geburtstag und wird dennoch nicht müde, aktiv aufzuklären und Zeugnis abzulegen. Siehe z.B.
Berlin: DDR-Geschichte kein (festes) Thema mehr? Presseerklärung der Bundesstiftung Aufarbeitung
Für die Oberstufe sieht eine Novellierung des Senats vor, für die Oberstufenkurse die freie Wahl einzuführen – worunter die Zeitgeschichte ab 1945 leiden dürfte. Die BStA unterstützt den Berliner Landesverband des VGD beim Bestreben, diesen in die Aktualität führenden Bereich der Geschichte weiterhin als Pflichtthema zu halten. Siehe:
Auch der Bundesvorsitzende Niko Lamprecht bemängelt den Widerspruch zwischen dem öffentlich von der Bildungspolitik vertretenen Wert der Demokratiebildung an Schulen und dem Zurückdrängen des Werts der aktuellen Zeitgeschichte in Lehrplänen.
Unter Mitwirkung des VGD-Bundesvorsitzenden Niko Lamprecht findet der jährliche Fachtag am 5. März statt, Lehrkräfte bzw. Interessenten sind willkommen. Geplant ist auch die Neuaufstellung eines VGD-Landesverbandes Thüringen.
Am 8.12.25 wurde im Beisein von Kulturstaatsminister Weimer das Haus der Geschichte neu eröffnet. Direktor Harald Biermann betonte die Freude, nach fast sechs Jahren Entwicklungsarbeit ein neu sortiertes, stärker digital und partizipativ aufgebautes Angebot präsentieren zu können. Minister Weimer führte in Vertretung von Kanzler Merz, der sich entschuldigte und akute Sicherheitsfragen in London besprach, besonders die demokratiegeschichtlichen Impulse der neuen Ausstellung aus, welche die – trotz aller Krisen oder Anfeindungen – „bewährte Demokratie“ der Bundesrepublik zeigen könnten.
Für den VGD nahmen Niko Lamprecht als Bundesvorsitzender, Dr. Frank Schweppenstette (stv. Bundesvorsitzender) mitsamt Leistungskurs Geschichte (Apostelgymnasium Köln) sowie Dr. Cornelia Herbers-Rauhut als Landesvorsitzende NRW teil. Niko Lamprecht konnte im Gespräch mit Prof. Biermann die Idee einer vertiefenden Kooperation von VGD und HdG weiterführen und sich bei einer ersten Besichtigung zum Konzept der Ausstellung informieren.
Die Sonderausstellung „2 Millionen Jahre Migration“ (22.11.2025–1.11.2026) im Neanderthal Museum zeigt, dass Migration seit den Anfängen der Menschheit ein grundlegender Motor für biologische, kulturelle und gesellschaftliche Entwicklungen war. Auf Grundlage aktueller Forschung beleuchtet sie Ursachen, Wege und Auswirkungen historischer und moderner Wanderungsbewegungen und schafft damit einen faktenbasierten Zugang zu einem Thema, das unsere Gegenwart entscheidend prägt.
Für Schulklassen bieten wir die interaktive Führung „Mensch in Bewegung – Migration damals und heute“ an. Sie vermittelt altersgerecht die historische Dimension von Migration, zeigt Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen frühen und heutigen Mobilitätsmustern und fördert das Verständnis für Migration als beständigen Bestandteil der Menschheitsgeschichte.
Der Workshop „Humans on the Move: Flucht, Migration und Klimawandel“ richtet sich an Klassen 5–13. Er verbindet globale Gegenwartsfragen mit historischer Perspektive und thematisiert die Zusammenhänge zwischen Umweltveränderungen, Fluchtursachen und globaler Ungleichheit. Durch Übungen, Rollenspiele und Reflexionsphasen stärken die Schülerinnen und Schüler Empathie, Urteilskompetenz und nachhaltiges Denken.
Bundespräsident Steinmeier befördert als Schirmherr diesen „Demokratietag“, an dem man – Anmeldeschluss 10.12. – sich als Anbieter noch beteiligen kann. Die Stiftung Orte der Demokratiegeschichte freut sich auf Beteiligung!