Verband der Geschichtslehrer Deutschlands e.V.

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Texte aus „Mein Kampf“ im Geschichtsunterricht – schon seit Jahrzehnten!

Aus Anlass der Neuedition von Hitlers „Mein Kampf“ in einer historisch-kritischen Ausgabe durch das Münchner Institut für Zeitgeschichte, die mit der urheberrechtlichen Freigabe ab 2016 zusammenhängt, melden sich viele Bildungsexperten mit der Forderung zu Wort, endlich müsse das Werk für die Arbeit in der Schule zur Verfügung stehen. Es wird zu einem Preis von vermutlich über 100 € etwa 2000 Seiten umfassen und Tausende von Anmerkungen enthalten, in denen die Herkunft und Verknüpfung der Gedanken Hitlers historisch geklärt wird. Da ist sicher manche wissenschaftliche Neuentdeckung zu erwarten. Vielleicht muss der Text selbst auch hier und da verbessert werden. Dennoch darf zum Schulunterricht deutlich gesagt sein:

Seit den 1950er Jahren werden Texte aus „Mein Kampf“ im deutschen Geschichtsunterricht gelesen. Sie stehen auch leicht zur Verfügung: Im „Klassiker“ Walther Hofers „Der Nationalsozialismus. Dokumente“ von 1957 sind für die Schule ausreichende Textauszüge zur NS-Weltanschauung enthalten. Das preisgünstige Fischer-Taschenbuch erreichte im ersten Jahr bereits eine Auflage von 100 000 und bis heute von weit über 1 Million Exemplaren. Den meisten bundesdeutschen Gymnasiasten bis in die 1990er Jahre dürfte das Buch bekannt sein, bevor es inzwischen wegen einiger veralteter Kommentare an Bedeutung verlor.

Ulrich Bongertmann

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Einsendeschluss 20.3.2016

Wettbewerb für neue Unterrichtsideen im Fach Geschichte

Der Verband der Geschichtslehrer Deutschlands (VGD) und der Ernst Klett Verlag schreiben alle zwei Jahre, erstmalig für das Jahr 2015/16, den Wettbewerb für neue Unterrichtsideen im Fach Geschichte aus. Dieser Wettbewerb zur Nachwuchsförderung richtet sich an Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter sowie an Junglehrerinnen und Junglehrer, die zum Zeitpunkt des Einsendeschlusses maximal fünf Jahre im Schuldienst sind.

Thema 2015/16: „Das hat etwas mit mir zu tun: Der Erste Weltkrieg“

Eingereicht werden können Entwürfe für Lerneinheiten (eine Einzel- oder maximal Doppelstunde)im Fach Geschichte der Jahrgangsstufen 5 bis 13, die sich auf das Wettbewerbsthema beziehen.
In die engere Auswahl kommen die Unterrichtsideen, die überzeugend darlegen, warum die Lerneinheit für die Schülerinnen und Schüler besonders attraktiv oder lernwirksam ist. Die Idee sollte innovativ sein und so dargestellt werden, dass sie alltagstauglich nachvollzogen und damit auf andere Lerngruppen übertragen werden kann.
Eine Jury aus Fachleuten des VGD und des Klett-Verlages trifft eine Auswahl aus den Einsendungen und befindet über die Zuerkennung der Preise. Das Preisgeld wird vom Ernst Klett Verlag gestiftet. Für Platz eins werden 750 €, für Platz zwei 500 € und für Platz drei 250 € ausgelobt. Die Verleihung des Preises findet beim Historikertag im Herbst 2016 statt. Im Falle einer Platzierung werden die Gewinner zum Historikertag eingeladen, um ihre Lerneinheit im Rahmen der Preisverleihung vorzustellen.

Die Ausarbeitung besteht aus

  • Deckblatt (Name und Anschrift der Schule / Thema der Lerneinheit / Jahrgangsstufe / Postanschrift, Telefonnummer und E-Mail-Adresse der Bewerberin/des Bewerbers)
  • Darstellung einer didaktischen Konzeption und ihrer Umsetzung im Rahmen einer Lerneinheit von maximal 90 Minuten, einschließlich Einordnung in die Unterrichtsreihe (Fließtext, maximal 10.000 Zeichen einschließlich Leerzeichen)
  • Anhang mit Unterrichtsmaterialien einschließlich Angabe der verwendeten Literatur und Medien
  • Bestätigung der Bewerberin/des Bewerbers, dass die Lerneinheit von ihr/ihm entwickelt wurde
  • Kurzvita der Bewerberin/des Bewerbers (im Schuldienst seit…)

Einreichung

Die Arbeit ist einzureichen per E-Mail an: nachwuchswettbewerbgeschichte@gmail.com
oder per CD-Rom/DVD-Rom an:
Nachwuchswettbewerb VGD/Klett
z.H. Herrn Sven Lutzka
Auf dem Aspei 59
44801 Bochum

Einsendeschluss ist der 20. März 2016.