Suhl – Erinnerungskultur im Wandel

„Alles bleibt anders“ – Die Geschichtsmesse in Suhl 2026 beleuchtet die Erinnerungskultur im Wandel und die Herausforderungen der Transformationsgeschichte

Vom 26. bis 28. Februar 2026 fand im Ringberghotel in Suhl die 18. Geschichtsmesse der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der DDR-Diktatur statt. Das diesjährige Motto lautete: „Alles bleibt anders. Transformationserfahrungen seit 1989/90“.

Ausgestellte Simson‑Schwalbe als ‚erster Simson‑Vogel‘ in einer humorvollen Käfig‑Installation

Den Eröffnungsvortrag der Geschichtsmesse hielt Basil Kerski, Präsident des Hauses der Geschichte Nordrhein-Westfalen. Der deutsch-polnische Politikwissenschaftler diskutierte mit dem Thüringer Ministerpräsidenten Mario Voigt zum Thema „Transformation als Chance für die Demokratie“.

Das dreitägige Forum bot Gelegenheit, sich über neue Ausstellungen, Jugendprojekte, Veranstaltungen, Multimediaprojekte und Publikationen zu informieren. Im Rahmen der parallelen Projektpräsentationen wurden aktuelle Vorhaben vorgestellt. Der Verband der Geschichtslehrerinnen und -lehrer (VGD) konnte sich auf dem „Markt der Möglichkeiten“ präsentieren.

Auf vielfachen Wunsch gab es in diesem Jahr auch erstmals ein Exkursionsprogramm in Suhl. Neben Stadtrundfahrten und -spaziergängen wurden Führungen durch das Waffen- und Fahrzeugmuseum sowie das „Haus der Geschichte Suhl“ (ehemaliges Kulturhaus) und das Neue Rathaus (ehemaliges Haus der SED-Bezirksleitung) organisiert.

Die Messe bot neben den Vorträgen, Panels und Diskussionen genügend Zeit, um bestehende Kontakte (Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte, Stiftung Aufarbeitung u.v.m.) pflegen und zu vertiefen sowie neue zu knüpfen. Insbesondere wurde der Kontakt zu thüringischen Kolleginnen und Kollegen gesucht, um neue Mitglieder für den Landesverband zu gewinnen.

Für den VGD, Barbara Richter