Kürzungen im Geschichtsunterricht gefährden Demokratiebildung

Der Verband der Geschichtslehrkräfte Schleswig-Holstein (VGD SH) nimmt Stellung zur geplanten Änderung der Oberstufenverordnung (OAPVO) und wendet sich gegen die vorgesehene Kürzung des Geschichtsunterrichts. Die Stellungnahme betont die zentrale Rolle des Faches Geschichte für historische Orientierung, demokratische Urteilsbildung und die Fähigkeit, Desinformation kritisch zu begegnen. Kritisiert werden insbesondere die einseitige Verschiebung zugunsten politik- und wirtschaftswissenschaftlicher Deutungsmuster sowie die organisatorischen und qualitativen Folgen für Unterricht, Prüfungsvorbereitung und Lehramtsausbildung. Der VGD SH appelliert an das Ministerium, die Kürzungspläne zu revidieren und die gesellschaftswissenschaftliche Bildung in ihrer Vielfalt zu stärken.