Beschreibung der Arbeitsschwerpunkte und Arbeitskreise
Zu den Aktivitäten des Verbandes gehören neben der Interessens- und Fachvertretung die Herausgabe der Zeitschrift „geschichte für heute. Zeitschrift für historisch-politische Bildung“ (Wochenschau Verlag), die Mitveranstaltung des Deutschen Historikertages, die Pflege von internationalen Kontakten und die Organisation von Fortbildungen. Der Verband hat einen Sitz im Ausschuss des Verbandes der Historiker und Historikerinnen Deutschlands und arbeitet auch hier aktiv mit.
Über die genannten Aufgaben hinaus ist der Verband bestrebt, aktuelle Fragen der historisch-politischen Bildung aufzugreifen und damit auch inhaltlich an einer Modernisierung des Faches mitzuwirken. Dazu sind in jeweiliger Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Einrichtungen und finanziert von verschiedenen Stiftungen folgende Arbeitskreise gebildet worden
Abgeschlossene Arbeitskreise
Der auf der Vorstandssitzung vom 21.3.15 offiziell eingesetzte Arbeitskreis war durch verschiedene Vorarbeiten 2013/14 angestoßen worden. Mittlerweile ist die (auch finanzielle) Unterstützung durch die EKD gesichert, der Arbeitskreis wird von Niko Lamprecht (für den VGD) und Dr. Uwe Hauser (für die EKD-Seite) geleitet und besteht aus einem Team beider Seiten. Zielsetzung ist in der Hauptsache die Erstellung eines Internetportals mit fertigen Themenbausteinen zum Werden, Umfeld und Folgewirken der Reformation - im Kern für den Unterricht in Geschichte und Religion. Eine Beschränkung auf die protestantische Sichtweise ist keineswegs beabsichtigt, Multiperspektivität und aktualisierende Aspekte werden durchaus angestrebt. Neu ist das fachübergreifende Element, der VGD betritt mit dieser Kooperation Neuland. Das Projekt soll entsprechend der 500-Jahr-Jubiläen in 2017 abgeschlossen werden, Printmaterialien können evtl. hinzukommen.
Abgeschlossen 2018
Der Arbeitskreis „Bildungsstandards“ sucht ein Kerncurriculum historischer Bildung zu formulieren, das Grundlage für die Lehrpläne aller Bundesländer sein kann, sowie Kompetenzen, die am Ende der Sekundarstufen I und II erworben sein sollen. Ein Entwurf wurde 2006 veröffentlicht, eine Bearbeitung 2010 ins Netz gestellt.
Seit 2008 war ein Arbeitskreis "Begegnung der Kulturen", unterstützt von der Herbert-Quandt-Stiftung, bemüht, hinsichtlich der drei abrahamitischen Religionen Judentum, Christentum und Islam für die Verwendung im Bildungsbereich einige populäre Missverständnisse aufzuklären, historischen Vorurteilen nachzugehen, aktuelle Informationen zu geben und Probleme zu benennen, deren Kenntnis dazu beitragen sollen, das gegenseitige Verständnis zu erleichtern. Der AK hat mit Vorlage einer Publikation im Januar 2011 seine Arbeit beendet.
Gisbert Gemein (Hrsg.): Kulturkonflikte - Kulturbegegnungen. Juden, Christen und Muslime in Geschichte und Gegenwart, Bonn, Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 2011.
Der Arbeitskreis „Welt- und globalgeschichtliche Perspektiven im Geschichtsunterricht“ suchte Lösungsvorschläge für eine stärkere Berücksichtigung der globalgeschichtlichen Dimension in den Lehrplänen zu erarbeiten, um damit die noch durchweg vorherrschende nationalgeschichtliche Sichtweise zu ergänzen. Der AK hat mit Vorlage einer Publikation im Herbst 2010 seine Arbeit beendet.
Werner Abelein et al.: Globalgeschichtliche Perspektiven im Unterricht. Quellen zur Geschichte und Politik. Klett Tempora, 2010.
Der Arbeitskreis „Deutsch-deutsche Geschichte nach dem Zweiten Weltkrieg“, der eine neue, gesamtdeutsche Sichtweise auf die Geschichte der beiden bis 1990 existierenden deutschen Staaten, hat seine Arbeit 2005 abgeschlossen. Die Publikation der Ergebnisse liegt vor.
Christoph Kleßmann/Peter Lautzas: Teilung und Integration. Die doppelte deutsche Nachkriegsgeschichte, Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 2005